Dogdancing - Dein Liebling als Tanzpartner

Auch deine Fellnase freut sich über Abwechslung im Hundealltag! Doch Hand aufs Herz: Oft gibt es im Alltag viel zu tun und in der geliebten Routine und Komfortzone zu bleiben, erscheint dann bequem und einfach. Dennoch tun Abenteuer im Leben gut – und wer hat nicht gern Erfolgserlebnisse mit seiner Spürnase und genießt das Gefühl von Auftrieb?

Für kreative Köpfe, die gern an einer Tanzchoreographie tüfteln, und fitte, lernfreudige Vierbeiner kann das Tanzen im Zweigespann zu eurer Lieblingsmusik ein tolles neues Hobby im Alltag darstellen: Gemeinsame Drehbewegungen, regelmäßiger Blickkontakt und aufeinander abgestimmte Schrittfolgen – für die Sportart Dogdancing braucht es definitiv das rhythmische Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund. Probier es doch auch mal aus – wir zeigen dir, wie es geht!

Was erwartet dich beim Dogdancing?

Pfote geben, danach eine Rolle und ein Sprung über dein ausgestrecktes Bein und anschließend im Slalom durch die Beine – so könnte eine Choreographie für Dogdancing aussehen. Bei der jungen Hundesportart aus den USA übst du als Hundeführer gemeinsam mit deinem Liebling eine Choreographie ein, die auf zwei unterschiedliche Arten trainiert werden kann:

  • “Heelwork to music”: Bei dieser Tanzart ist beim Einüben von 18 möglichen Fußpositionen Präzision gefragt! “Heelwork to music” ist angelehnt an den Hundesport Obedience, denn der Grundgehorsam bildet die Basis. Das disziplinierte Programm kannst du mit einem Slalom, Sprüngen oder Drehungen kombinieren. Es gibt jedoch keine Pflichtübungen – auch im “Heelwork to music” kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen.
  • “Freestyle-Dogdance”: Für alle, die es entspannter mögen, ist Freestyle-Dogdance genau das richtige! Hier sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt – nahezu jeder Trick, den du mit deiner Fellnase einstudieren kannst, lässt sich auch zur Musik präsentieren.

Körperliche Fitness, Disziplin, Konzentration und Motivation sollten sowohl dein Vierbeiner als auch du als Hundeführer mitbringen. Beim Dogdancing geht es primär um die Zusammenarbeit zwischen dir und deinem Hund: Dafür müsst ihr euch gegenseitig vertrauen, Geduld miteinander haben und den Blickkontakt zueinander suchen und halten.

Damit das gemeinsame Tanzen beim Dogdancing klappt, muss dein Fellschatz den Grundgehorsam beherrschen. Denn nur so könnt ihr euch darüber verständigen, in welcher Abfolge die Schritte und Kunststücke erfolgen sollen. Diese Kommandos sind für diese Hundesportart besonders wichtig:

  • “Sitz!”
  • “Platz!”
  • “Bleib!”
  • “Bei Fuß!”
  • “Komm!”

Die Kommandos sitzen bereits? Dann könnt ihr mit dem intensiven Training auch schon anfangen!

Dogdance: 5 Tipps, mit denen es gut klappt

Bestimmt hast du selber auch schon ein paar Elemente, die du gern mit deinem Fellschatz zusammen einstudieren möchtest. Gibt es vielleicht auch schon einen Lieblingssong, der dir und deinem Hund besonders gut gefällt?

Mit diesen Tipps macht das Tanzen mit deinem Vierbeiner besonders viel Spaß:

  1. Auch bei kleinen Erfolgen solltest du für deine Fellnase ein Leckerli bereithalten. Positive Bestärkung sorgt für Motivation und Spaß!
  2. Plane am besten kurze, aber intensive Trainingseinheiten, die nicht länger als 20 Minuten andauern. Denn nach dieser Zeit lässt auch die Konzentration deines Vierbeiners nach.
  3. Stelle die Choreographie nach den Stärken deines Lieblings zusammen. Beherrscht dein Liebling Sprünge, Drehungen oder das Laufen zwischen deinen Beinen besonders gut? Dann können diese Übungen gern öfter wiederholt werden!
  4. Erst die Choreographie, dann die Musik! Wähle Musik aus, die zu eurem normalen Schritttempo passt.
  5. Im Vordergrund steht immer der Spaß! Lass übertriebenen Ehrgeiz lieber zuhause und genieß es, mit deinem Hund etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen!

Leoni vom Wir lieben HUNTER Team:

“Bei unserer Choreographie habe ich schnell gelernt, dass Ari das Tempo vorgibt! Deswegen habe ich die Musik später nochmal angepasst und uns während der Choreographie gefilmt. So konnte ich gut einschätzen, mit welchem Lied unsere Choreo am harmonischsten wirkt.”

Dogdancing: Kunststücke zum Üben

Ob in der Hundeschule, bei dir zuhause im Garten oder im Wohnzimmer – für Dogdancing brauchst du lediglich ein bisschen Platz, Leckerlis und bestenfalls einen Clicker. Neben einem Leckerli stellt auch das Geräusch eines Clickers eine Art Belohnung für deinen Hund dar. Bei fortgeschrittenen und komplexen Kunststücken, aber auch bei leichten Übungen für Anfänger kann der Clicker ein wertvolles Hilfsmittel für dich und deinen Hund darstellen.

Als Anfänger kannst du mit diesen Tricks und Kommandos anfangen, die du idealerweise bei jeder Trainingseinheit wiederholen solltest, damit sie sich gut einprägen:

  • “Watch!”: Bei diesem Kommando nimmst du am besten ein Leckerli in die Hand. Führe dieses gut sichtbar zu deinem Gesicht – sobald dir dein Hund in die Augen schaut, sagst du “Watch!”. Sofort solltest du deinen Schatz mit einem Leckerli belohnen.
  • “Twist!”: Mit dem Kommando “Twist!” kommunizierst du deinem Vierbeiner, dass er sich einmal um seine eigene Achse drehen soll. Hierfür führst du das Leckerli langsam um deine Fellnase herum, sodass sich ihr ganzer Körper in Bewegung setzt. Erst wenn dein Hund eine komplette Drehung macht, sprichst du das Kommando “Twist!” aus. Doch keine Sorge, wenn dieser Trick nicht sofort hinhaut. Mit jeder Wiederholung dieses Kunststücks wird es sich festigen!

Wenn ihr bereits einige Kunststücke beherrscht, können die einzelnen Elemente in einer unterhaltsamen Choreographie zusammengefügt werden.

Dogdance: So laufen Turniere ab

Auch ohne Mitgliedschaft im Verein darf jeder Mensch und jede Hunderasse an Turnieren teilnehmen. Die Turniere zum Dogdancing sind vielfältig: Nicht nur fortgeschrittene Tänzer sind auf Turnieren und Wettkämpfen willkommen, auch Anfänger sind gern gesehen! Deshalb werden die Teilnehmer der Turniere in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Es gibt die Fun-Klasse ohne Punktbewertung und die offizielle Klasse, bei der eine Platzierung durch Richter erfolgt.

Bei der offiziellen Klasse wird während der Vorführung nicht nur nach Technik (also nach akkurater Fußposition oder sauberen Drehungen) bewertet, es werden auch Punkte für den kreativen Aspekt der Dogdancing Inszenierung vergeben, wie die Musikauswahl oder die Ausstrahlung der Akteure – auch das spielt bei der Bewertung der Richter eine Rolle.

Fazit: Mit dem Hundesport ist es wie beim Sport von uns Menschen: Bewegung hält Geist und Körper gesund – auch Hunde wissen den körperlichen und geistigen Ausgleich zu schätzen!

Durch die Zusammenarbeit bei diesem Hundesport bist du mit deiner Spürnase im Einklang und die Erfolgserlebnisse stärken eure Bindung. Auch wenn ihr euch zu Anfang nur an einzelne Schritte herantastet, eine Bereicherung und spannende Abwechslung für euren Alltag ist es allemal!

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