Wandern mit Hund: Auf ins Outdoorvergnügen!

Bist du sportlich aktiv und gerne gemeinsam mit deinem Hund in der Natur unterwegs, dann sind ausgiebige Hundewandertouren genau das Richtige. Egal ob du eine heimische Tagestour planst oder anspruchsvolle Mehrtagestouren - wir verraten dir, mit welchen Hunderassen du deine Wanderlust besonders gut teilen kannst, welche beliebten Wanderregionen hundefreundlich sind und wo dein Vierbeiner ausgiebig herumtollen und die Gegend erkunden kann.

Wandern mit Hund: Die Top-5 geeigneter Hunderassen

In der Regel kann dich jeder Hund in den Wanderurlaub begleiten, sofern er ausgewachsen und gesund ist. Auch agile Senioren meistern noch gewisse Distanzen und fördern dabei ganz nebenbei ihre Durchblutung und Muskulatur. Einige Rassen sind jedoch besonders begabte Wanderer. Dies ist die Top-5:

  1. Border Collie: Als wendige Hirtenhunde mit eifrigem Arbeitscharakter laufen sie mit Freude auch große Distanzen.
  2. Australian Shepherd: Der aktive Hütehund mit Spaß an Agility und Bewegung liebt Wanderungen in weitläufigen Feld- und Waldgebieten, in denen er frei laufen kann.
  3. Malinois: Dieser Treibhund zeigt sich leistungsbereit und geht Aktivitäten am liebsten zusammen mit seinem Besitzer nach. Das Wandertempo darf für ihn gern etwas schneller sein.
  4. Podenco: Als aufmerksamer Jagdhund laufen sie bestenfalls an der Leine über Stock und Stein und erschnüffeln dabei spannende Fährten des heimischen Wilds.
  5. Jack Russell Terrier: Die lebhafte Sportskanone liebt Hundewandertouren durch Waldgebiete. Hier kann er das Unterholz erkunden und in Kurven und schmalen Abzweigungen Haken schlagen.

Unser Tipp: Auch kurznasige oder kurzbeinige Hunderassen laufen gern. Lange Wandertouren fallen ihnen jedoch oft schwerer als ihren sportlichen Artgenossen. Möchtest du dennoch große Distanzen zurücklegen, kann dich dein kleiner Vierbeiner zeitweise bequem im Hunderucksack begleiten. Größere Hunde nehmen vorzugsweise im Hundeanhänger eine kleine Auszeit.

Der Pfoten-Reiseführer: 3 beliebte Wanderregionen

Wie du dir denken kannst, gibt es viele tolle Regionen zum Hundewandern. Nicht nur im Harz, Sauerland oder in den bayrischen Alpen kannst du mit deinem Hund die Landschaft genießen und dem Alltag entfliehen – in diesen 3 hundefreundlichen Regionen findest du spannende Wanderziele und ausreichend Abwechslung für deinen Vierbeiner:

Thüringen: Unterwegs mit Hund im Thüringer Wald

Wanderst du mit deinem Hund durch die weitläufigen Gebiete des Thüringer Walds, entdeckt ihr viele spannende Highlights entlang der Saale. Besonders beliebt sind diese beiden Ziele:

  1. Drachenschlucht und Wartburg: Die große Wartburg eignet sich wunderbar als Startpunkt für eine rund 11 km lange Wandertour. Ein ausgeschilderter Weg entlang der Wartburg führt euch durch einen Laubwald zur Drachenschlucht mit ihren beeindruckenden, Moos überzogenen Felsen.
  2. Talsperre Heyda: In diesem Stausee nahe Ilmenau kannst du angeln, surfen und gemeinsam mit deinem Hund baden gehen. Wandern könnt ihr hier besonders hundefreundlich rund um den See im Sandstrand und auf kleinen Waldwegen ohne asphaltierte, steinige Strecken.

Schwarzwald: Vielfältige Natur mit Hund erleben

Die dichten Wälder, Seen, Schluchten und Wasserfälle im Schwarzwald bilden das perfekte Ziel für abwechslungsreiche Hundewanderungen mit deinem Vierbeiner. Erkundet gemeinsam auch abgelegene Waldgebiete abseits der Hauptwanderrouten und genießt auf Berggipfeln die Aussicht in die tiefen Täler. Diese 3 beliebten Wandergebiete bieten deinem Hund viel Fläche zum Herumtollen:

  1. Der Felsenweg am Feldberg: Auf dieser 9,5 km langen Wandertour genießt du die Sicht auf die Schweizer Alpen im Süden. Gemeinsam mit deinem Vierbeiner kannst du dich im fließenden Sägebach abkühlen. Wird es dir oder deinem Hund zu anstrengend, könnt ihr euren Wandertrip an einzelnen Stationen bequem mit der Seilbahn fortsetzen.
  2. Der Menzenschwander Geißenpfad am Schluchsee: Hier könnt ihr auf 10 km Wanderstrecke einige spannende Highlights entdecken. Lasst euch ein Stück von den heimischen Ziegenherden begleiten. Um die wilden Gämse nicht zu stören, leinst du deinen Hund hier am besten zeitweise an. Besonderen Spielspaß und ausreichend Abkühlung findet deine Fellnase an den Menzenschwander Wasserfällen. Hier kann sie nach Belieben toben und planschen und du kannst im ansässigen Restaurant ein kühles Getränk genießen.
  3. Der Höhenklimaweg Titisee: Mit 5 km Länge ist dieser Wanderweg auch für kurznasige und konditionsschwache Vierbeiner super geeignet. Besonders an heißen Sommertagen kannst du hier mit deinem Hund abseits des Titisee-Ufers eine kleine Tour durch schattige Waldgebiete genießen. Der schön gelegene Eisweiher lädt zum Ausruhen ein und bietet deinem Hund Trinkwasser und Abkühlung.

Eifel: Wandern mit Hund durch zwei Bundesländer

Bergige Wälder und Seen versprechen Wanderspaß für dich und deinen Vierbeiner. Beginnend im nordrhein-westfälischen Aachen bis nach Koblenz in Rheinland-Pfalz findest du viele Möglichkeiten, euch auf spannenden und idyllischen Hundewanderrouten auszupowern. Diese zwei Wandergebiete eignen sich besonders für Ausflüge mit deinem Hund:

  1. Nationalpark Eifel: Geprägt von Wald und Wasser lohnt sich der Aufstieg an unterschiedlichen Seen wie etwa dem Rursee. Hier genießt du einen tollen Ausblick auf die Talsperren und umliegende Landschaft. Der Themenweg “Wildnis-Trail” führt euch durch imposante Buchenwälder mit alten Bachtälern. Hier kannst du individuell kleine oder große Spaziergänge entlang der Wasserwanderroute planen.
  2. Laacher See in der Vulkaneifel: Das schöne Gebiet mit Vulkan-Kegeln und Wasser gefüllten Maaren wurde nicht umsonst als UNESCO Global Geopark ausgezeichnet. Die im 11. Jahrhundert erbaute Benediktinerabtei Maria Laach am Ufer des Sees bietet euch Einkaufsmöglichkeiten im Hofladen oder der Gärtnerei. Oder ist dir eher nach einer Rudertour mit deinem Vierbeiner zu Wasser?

Die passende Unterkunft mit Hund

Bei deiner Reise kannst du entweder ausgehend von einem festen Ort täglich wechselnde Touren in die Umgebung unternehmen oder schon nach einer Übernachtung oder wenigen Tagen weiterziehen. Überlege vor deinem Wanderurlaub mit Hund, was dir in einer passenden Unterkunft besonders wichtig ist.

Wandern mit Hund Pause

Hotels bieten oft ein Rundum-Paket mit Frühstück und Abendessen inklusive. Befinden sich die Zimmer mit Hundeerlaubnis im Obergeschoss, müsst ihr für jede Gassirunde den Parcours durch andere Urlauber meistern. Im Restaurantbereich sind Tiere zudem möglicherweise nicht erlaubt.

Ferienwohnungen hingegen bieten ausreichend Platz und Freiraum für deine Fellnase. Allerdings entstehen zusätzliche Kosten, denn entweder musst du dich selbst versorgen oder in umliegenden Gaststätten essen gehen.

In vielen Regionen kannst du auch dein Zelt aufschlagen und auf Trekkingplätzen oder Campingplätzen Rast machen. Wildcamping ist jedenfalls in Deutschland nicht geduldet.

Diese Merkmale könnten dir ebenfalls wichtig sein:

  • Eingezäuntes Grundstück: Hier kann dein Hund nach Herzenslust toben und spielen, während du dein Frühstück auf der Terrasse des Ferienhauses genießt.
  • Ebenerdiges Zimmer: Idealerweise müsst ihr keine Treppen laufen oder Fahrstuhl fahren und erreicht eure Unterkunft unkompliziert ohne viele Begegnungen mit anderen Urlaubern.
  • Nahe gelegene Wanderrouten: Reist du ohne Auto oder möchtest du keine Zeit bei einer langen Anfahrt verlieren, entscheide dich bestenfalls für eine Unterkunft direkt am Wandergebiet.
  • Einkaufsmöglichkeiten: Kochst du selbst oder benötigt dein Hund eventuell neues Futter, befindet sich das nächste Geschäft im Idealfall in der Nähe.
  • Tierärzte: Erkundige dich möglichst vorher über Tierärzte im Urlaubsgebiet.
  • Restaurants: Gehst du gern mit deiner Fellnase essen, sind für dich hundefreundliche Gaststätten sicher interessant.
  • Hundewiesen: Einige Wanderregionen haben tolle Hundewiesen, auf denen dein Hund spielen kann und ihr beide ganz nebenbei soziale Kontakte knüpft.
  • Hunderegeln der Region: Läuft dein Hund am liebsten ohne Leine oder schwimmt besonders gern, informiere dich über Wanderziele ohne Leinenzwang und Seen mit Badeerlaubnis für Hunde.

Unser Tipp: Lies dir genau durch, was potenzielle Unterkünfte auf deiner Wanderreise zu bieten haben. Möglicherweise sind in einigen Herbergen Haustiere erlaubt, jedoch beschränkt auf kleine Hunderassen. Woanders hingegen weisen Vermieter explizit darauf hin, dass Hunde herzlich willkommen sind.

Wandergepäck für deinen Hund

Damit deine Fellnase für eure gemeinsame Wandertour bestmöglich ausgestattet ist, dürfen diese Utensilien in deiner Ausrüstung nicht fehlen:

  • Hundegeschirr: Trägt dein Hund ein gut sitzendes Y-Geschirr, kann er sich frei und komfortabel bewegen, ohne dass es scheuert oder drückt – auch über lange Distanzen.
  • 2 Hundeleinen: Einige Regionen bieten ausreichend Platz für deinen Hund. Hier kann er trotz Leinenpflicht an einer langen Schleppleine herumtollen. An steilen Klippen und Schluchten läuft er jedoch am besten an der kurzen Leine “bei Fuß”.
  • Mobile Hundenäpfe: Faltbare Silikon Näpfe für Wasser und Futter kannst du platzsparend in deinem Rucksack verstauen. Trinkwasser und Hundesnack nicht vergessen!
  • Handtuch: Kühlt sich dein Vierbeiner während einer langen Wanderung in angrenzenden Bächen oder Seen ab, rubble ihn anschließend gründlich trocken. Solange es trocken bleibt, kann dein Hund bei kleinen Pausen auf dem Handtuch entspannen.
  • Hundespielzeug: Besonders aktive Hunde können an Lichtungen oder Seen toben und spielen, während du die schöne Aussicht genießt.
  • Notfall-Tasche: Unfälle können immer passieren. Hab für die Erste Hilfe bestenfalls immer Desinfektionsmittel, Verbandszeug, Schere, Pinzette und Zeckenzange dabei.
  • Impfpass: Manchmal ist der Weg zu einem ortsansässigen Tierarzt unumgänglich. Halte daher immer den Impfpass griffbereit.
  • Kotbeutel: Hinterlassenschaften deines Vierbeiners entsorgst du selbstverständlich in den Abfallkörben entlang der Wege.

Tipp: Du kannst deinem Liebling auch sein eigenes Gepäck tragen lassen. Spezielle Hunderucksäcke verteilen das Gewicht optimal. Dafür sind eine richtige Packweise und ein ausgiebiges Ausdauer- und Krafttraining unumgänglich. Ein Hund sollte höchstens 20-25 % des eigenen Gewichts tragen. Beispiel: ein Hund mit 25 Kg darf eine Packtasche mit ca. 5 Kg tragen. Die Last muss dabei gerecht verteilt sein. Manche Hunde sind regelrecht stolz darauf ihr eigenes Gepäck tragen zu dürfen!

Fazit: Wie du siehst, kannst du in vielen Regionen Wanderreisen mit deinem Hund unternehmen. Hast du eine passende Unterkunft gefunden und weißt, was für dich und deinen Vierbeiner besonders wichtig ist, könnt ihr aktiv in den Outdoor-Urlaub starten. Wo wanderst du am liebsten? Welche Tipps hast du für Hundebesitzer, die das erste Mal Hundewandertouren im Urlaub unternehmen? Wir freuen uns auf dein Wander-Erlebnis!

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