Hunde leckt mich ab

Hund leckt mich ab

Hund leckt mich ab – Hundesprache entschlüsseln 6 Gründe Hund leckt alles ab Das kannst du tun

Hunde kommunizieren auf vielfältige Weise. Auch das Schlecken gehört zur Hundesprache dazu. Die Vierbeiner schlecken nicht nur Gegenstände und sich selbst ab, sondern auch ihre Menschen. Wir erklären dir, was das Ablecken bedeutet und warum du es deinem Liebling nicht völlig abgewöhnen solltest.

Warum leckt mein Hund mich ab – 6 gute Gründe

Du als Hundehalter wirst es kennen: Du möchtest eine Kuscheleinheit einlegen und dein Hund fährt seine nasse Zunge aus und schleckt dir übermütig durchs Gesicht. Nicht jedem Besitzer gefällt zwar so ein herzhafter Hundekuss, aber das Ablecken deines Vierbeiners hat gute Gründe:

  1. Nachahmung des Welpenverhaltens: Als Mitglied eines Rudels lernen Welpen das Ablecken schon früh. Die Mutter leckt ihre Kleinen aus hygienischen Gründen ab, lernt so ihren Geruch kennen und drückt ihre Zuneigung aus. Die Hündin regt auch die Verdauung ihrer Welpen mit dem Schlecken an. Das Abschlecken ist also vom Welpenalter an Teil ihrer Kommunikation. Dieses Verhalten können auch erwachsene Hunde im Umgang mit ihren Menschen zeigen.
  2. Zuneigung: Wirst du als Frauchen oder Herrchen von deinem vierbeinigen Freund abgeleckt, ist das ein Ausdruck von Zuneigung. Fährt dir dein Hund mit seiner Zunge durchs Gesicht, ist das ein besonders großer Liebesbeweis.
  3. Freude: Du kommst nach Hause, dein flauschiger Liebling rast dir entgegen und schleckt dir über die Hände oder sogar durchs Gesicht. Mit dieser stürmischen, liebevollen Begrüßung zeigt er dir, dass er sich freut, dass du wieder zuhause bist.
  4. Bindung stärken: Hunde sind sehr sozial. Das Ablecken stärkt die Bindung zwischen Hundebesitzer und Fellnase und zeigt Loyalität. Es unterstützt euch dabei, eine feste Beziehung zueinander aufzubauen.
  5. Unterwürfigkeit: Im Zusammenleben mit Hunden ist das Lecken eines anderen Vierbeiners auch eine Geste der Unterwürfigkeit. Leckt ein Hund einem anderen Tier über das Maul, soll dies beschwichtigen und seine Unterwürfigkeit zeigen. Beobachte dich in Momenten, in denen dich dein Liebling abschleckt: Bist du angespannt oder wütend? Leckt dir dein Liebling durchs Gesicht oder über die Füße oder Beine, hat er dies erkannt und will dich besänftigen oder eine Situation beschwichtigen.
  6. Aufforderung: Es kann auch sein, dass dein Vierbeiner dich durch das Ablecken zu etwas auffordert, einfach weil er deine Aufmerksamkeit erregen möchte oder auch weil er nicht genug ausgelastet ist oder er Langeweile hat. Gehst du darauf ein und er bekommt Kuscheleinheiten, ihr spielt zusammen oder du gibst ihm sogar ein Leckerli oder etwas zu fressen, wird dein schlauer Fellfreund diese Verhaltensweise sicher öfter zeigen. Wenn dich das Lecken stört, solltest du seinen Wünschen in diesen Momenten besser nicht nachkommen.

Hund leckt alles ab

Fährt die Hundezunge deines Lieblings nicht nur über dich, sondern exzessiv auch über sein Spielzeug, Schränke oder seine Decke, macht auch auf dem Spaziergang nicht Halt oder leckt dein Hund seine Pfoten, kann ein gesundheitliches oder psychisches Problem wie eine Krankheit, Schmerzen, Stress oder Angst dahinterstecken. Beobachte deinen Fellfreund genau. Bei einer Krankheit oder psychischen Ursachen kannst du meist noch weitere Symptome bei ihm bemerken – bei Stress beispielsweise kann dein Hund Schuppen haben. Fällt dir übermäßiges Lecken bei deinem Liebling auf, solltest du auf jeden Fall mit ihm zum Tierarzt gehen und ihn untersuchen lassen.

Hund leckt mich ab – abgewöhnen oder was du tun kannst

Das Ablecken deines Hundes solltest du ihm auf keinen Fall komplett abgewöhnen, da es ein natürlicher Bestandteil seiner Hundesprache ist. Das Abgewöhnen könnte bei ihm für Verwirrung sorgen und eure Beziehung belasten. Du solltest ihn daher nicht für das Abschlecken bestrafen. Das kannst du stattdessen tun:

  • Körpersprache verstehen: Lerne die Sprache deiner Fellnase kennen, um ihre Bedürfnisse zu verstehen. Lastest du sie körperlich und geistig genug aus und gibst ihr genügend Kuscheleinheiten, kann keine Langeweile oder das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit aufkommen. So kannst du auch übermäßigem Lecken, um dich zu etwas aufzufordern, vorbeugen.
  • Hygiene: Abschlecken ist okay! Achte dabei jedoch auf die Hygiene. Wasche dir danach die Hände oder das Gesicht und pass auf, dass dein Liebling dir keine Wunden ableckt. Durch den Speichel des Tieres können Bakterien in die Verletzung gelangen und für eine Entzündung sorgen.
  • Umlenken: Leckt dein Hund übermäßig viel, leite ihn sanft ab und belohne ihn für gewünschtes Verhalten.

Fazit: Lecken gehört zur Kommunikation deines Hundes dazu. Schleckt er dich ab, lasse es ruhig bis zu einem gewissen Grad zu – er zeigt dir damit Zuneigung und Freude und eure Bindung wird gestärkt. Wird das Abschlecken deiner Fellnase exzessiv, hat er gelernt, dass er mit Schlecken an sein Ziel kommt, es steckt eine gesundheitliche Ursache dahinter oder ihm ist einfach nur langweilig. Ein Tierarzt kann dir helfen, der Sache auf den Grund zu gehen. In welchen Situationen wirst du von deinem vierbeinigen Freund abgeleckt? Vielleicht gibt es von euch eine lustige oder spannende Abschleck-Story? Wir sind gespannt, davon zu hören.

Kommentare
Von: Doris Sengstock

Hallo Nicole, wenn ich meine Freundin besuche freut sich der Dackel wie Bolle, quiekt als hätte man ihm auf die Füße getreten. Wenn er damit durch ist, springt er unvermittelt auf den Schoß und beginnt mit dem Versuch, mein Gesicht abschlecken zu wollen. Das kann so intensiv sein, dass ich mich vom Hund abwende. Das fordert die kleine Hündin noch viel mehr heraus bis zur Übergriffigkeit. Ich fühle mich dann schon genervt.? Meine Freundin duldet dieses Verhalten mit großer Nachsicht gegenüber dem Dackel. Wie kann ich - ohne unhöflich zu sein - mich dagegen wehren. Wegdrehen hilft immer nur für einen kurzen Moment, dann beginnt das Spiel von vorn. Das macht das Besuchen manchmal zur Tortour. In gespannt auf denen Rat. Gruß Doris

Von: Hunter

Hallo Doris, das klingt nach einer sehr überschwänglichen Begrüßung – und wir können gut verstehen, dass das auf Dauer anstrengend wird. Auch wenn das Abschlecken vermutlich freundlich gemeint ist und die kleine Dackeldame sich einfach sehr über deinen Besuch freut, darfst du natürlich trotzdem eine Grenze setzen, wenn dir der Kontakt zu viel wird. Da du die Hündin nur gelegentlich siehst, ist es allerdings schwierig, ihr Verhalten allein zu verändern. Am besten sprichst du deshalb ganz offen mit deiner Freundin darüber. Sie kann dich unterstützen, indem sie ihre Hündin schon bei der Begrüßung etwas zur Ruhe bringt und ihr eine Alternative anbietet – zum Beispiel auf ihrem Platz zu bleiben oder ruhiges Verhalten zu belohnen. Wenn die Hündin auf deinen Schoß springt und versucht, dein Gesicht abzulecken, kannst du den Kontakt möglichst ruhig und konsequent beenden. Statt dich nur wegzudrehen, kannst du beispielsweise aufstehen und ihr erst wieder Aufmerksamkeit schenken, wenn sie sich beruhigt hat und mit allen vier Pfoten auf dem Boden ist. Wichtig ist, dabei möglichst ruhig zu bleiben und sie nicht durch Schimpfen oder ein Spiel zusätzlich aufzudrehen. Und keine Sorge: Es ist keineswegs unhöflich, deiner Freundin zu sagen, dass du ihren Hund gernhast, aber nicht im Gesicht abgeschleckt werden möchtest. Wenn ihr beide dieselbe Grenze freundlich und konsequent vermittelt, wird es für die kleine Dackeldame viel leichter zu verstehen, welches Verhalten bei deinen Besuchen erwünscht ist. Wir wünschen euch, dass die nächsten Besuche wieder entspannter werden! Dein Wir lieben HUNTER Rudel

Von: Nicki

Mein Wuffi schleckt mir immer die Beine ab, wenn ich Joggen war, ist wohl lecker salzig :-).

Von: Hunter

Hallo Nicki, genau das kann der Grund sein. Die Freude und der salzige Geschmack vom Schweiß können deinen Hund schon mal in Versuchung führen. Deine Nicole vom HUNTER Rudel

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