Hundeversicherungen: So kannst du deinen Hund absichern

Stell’ dir folgendes Szenario vor: Ihr geht spazieren, eine Katze kreuzt euren Weg und dein Hund reißt sich los, um ihr hinterherzujagen. Ein entgegenkommender Radfahrer weicht erschrocken aus und rammt das parkende Auto am Straßenrand. Solche brenzligen Situationen entstehen oft schneller, als man glaubt. In solchen Fällen versprechen Tierversicherungen zu helfen. Insbesondere Hundeversicherungen gibt es viele auf dem Markt. Nicht selten sind Hundebesitzer jedoch verunsichert, welche Versicherungen in welchen Fällen greifen und ob sie tatsächlich nötig sind.

Wir erklären dir, wie du dich für Unfälle und deren Folgen finanziell absichern kannst, welche Versicherungen wirklich sinnvoll sind und was du vor dem Abschluss beachten solltest.

Hundehaftpflichtversicherung

Verursacht dein Hund durch Unachtsamkeit oder seinen Jagdtrieb Sachschäden oder verletzen sich sogar Personen, kannst du dies über eine Hundehaftpflichtversicherung regulieren lassen. In einigen Bundesländern ist diese Versicherung Pflicht. Aber auch ohne gesetzliche Vorschrift ist eine Hundehaftpflichtversicherung ratsam.

Wo ist eine allgemeine Hundehaftpflichtversicherung vorgeschrieben?

Derzeit (Stand: Mai 2021) sind Hundehalter in diesen sechs Bundesländern verpflichtet ihre Hunde, unabhängig von Rasse, Größe und Gewicht, gegen Schäden Dritter zu versichern:

  • Berlin
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig Holstein
  • Thüringen

Je nach Bundesland unterscheidet sich die vorgeschriebene Versicherungssumme: In Berlin beispielsweise musst du in der Tierhalterhaftpflichtversicherung sowohl Personenschäden als auch Sachschäden mit je 1.000.000 Euro versichern, wogegen in Schleswig-Holstein lediglich 250.000 Euro auf Sachschäden entfallen.

In welchen Bundesländern besteht eine eingeschränkte Versicherungspflicht?

In vielen Bundesländern besteht keine generelle Pflicht, deinen Hund gegen mögliche Schadenfälle zu versichern. Hier ist sie abhängig von der Rasse und Größe deines Vierbeiners:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen

Welche Hunderassen der Versicherungspflicht unterliegen, ist jedoch je Bundesland unterschiedlich geregelt. Rassen, die den Listenhunden der Kategorie 1 und 2 zugeordnet werden (beispielsweise American Bulldog, Cane Corso, Kangal oder Kreuzungen dieser Rassen), müssen jedoch in allen genannten Bundesländern haftpflichtversichert werden.


Unser Tipp: Neben den Regelungen der einzelnen Bundesländer weichen die Bestimmungen möglicherweise auch auf kommunaler Ebene voneinander ab. Erkundige dich daher am besten vor dem Kauf eines Hundes, ob und in welchem Umfang du ihn gegen mögliche Schäden versichern musst und ob du einen Sachkundenachweis vorlegen und deine Zuverlässigkeit in Form eines polizeilichen Führungszeugnisses nachweisen musst.

Welche Leistungen umfasst eine Haftpflichtversicherung?

Je nach Versicherungsanbieter variierender Leistungsumfang und die versicherte Schadenssumme. Bei den meisten Anbietern ist Folgendes versichert:

  • Mietsachschäden an Gebäuden und Einrichtungen
  • Sachschäden in Hundeschulen
  • Absicherung für Hundehalter und Familienangehörige desselben Haushalts
  • Hüten durch dritte Personen (nicht gewerblich)
  • Außenaktivitäten ohne Leine
  • Streitigkeiten zwischen Hunden
  • Schäden während Auslandsaufenthalten

Unser Tipp: Ist dein Vierbeiner nicht kastriert? Dann informiere dich am besten bei der Versicherung deiner Wahl über eine Absicherung im Falle eines ungewollten Deckaktes.

Leistungen einer Hundehaftpflichtversicherung: Was deckt sie ab?

Eine Hundehaftpflicht deckt grundsätzlich Sach-, Personen- und Vermögensschäden in unterschiedlicher Schadenhöhe ab:

  • Personenschäden: Hier handelt es sich um einen direkt an einer Person verursachten Schaden, beispielsweise wenn sich jemand verletzt oder auf Schmerzensgeld klagt.
  • Sachschäden: Hierbei handelt es sich um Schäden an Gegenständen Dritter, die dein Hund mutwillig oder versehentlich verursacht hat. Es kann sich um fremdes Eigentum und auch Mietsachschäden handeln, wie etwa vom Vermieter gestelltes Mobiliar.
  • Vermögensschäden: Bei Vermögensschäden handelt es sich um finanzielle Schäden. Unterschieden wird zwischen echten und unechten Vermögensschäden:
  • Echte Vermögensschäden sind finanzielle Schäden, die nicht aus einem Sach- oder Personenschaden hervorgehen Ein Beispiel: Bei einer Shoppingtour leinst du deinen Hund vor einer Boutique an. Sein Bellen und knurren schreckt andere Passanten ab und hindert sie daran, die Boutique zu betreten. Der Ladenbesitzer verliert zeitweise Kundschaft und klagt die dadurch entstandenen Umsatzeinbußen ein.
  • Unechte Vermögensschäden gehen aus Sach- oder Personenschäden hervor. Unser Beispiel: Dein Vierbeiner hat einen Jogger angefallen. Aufgrund der Verletzungen kann dieser längere Zeit nicht seinem Beruf nachgehen. Etwaige Finanzielle Einbußen kann der Jogger dir gegenüber geltend machen.

Was ist nicht durch eine Hundehaftpflichtversicherung versichert?

Versicherer lehnen einige Hunde, Haltungsbedingungen und Schadensfälle grundsätzlich ab. Dazu können beispielsweise folgende gehören:

  • Hunde, die gewerblich gehalten werden
  • Hunde für landwirtschaftliche Haltung Listenhunde wie Bullterrier, American Staffordshire, Pitbull-Terrier. Hier kann jedoch alternativ eine Haftpflicht für Listenhunde abgeschlossen werden, deren Deckungssummen höher angesetzt werden und deren Beitragszahlungen teurer sind.

Unser Tipp: Prüfe vor Abschluss der Hundehaftpflichtversicherung genau, welche Leistungen abgedeckt sind. Einige Versicherungspolicen decken beispielsweise keine Schäden an Elektrogeräten oder an Kunststoff und Glas ab.

Betriebliche Hundehaftpflichtversicherung

Verursacht ein Hund Personen- oder Sachschäden, während er deiner gewerblichen Betreuung oder Obhut unterstellt ist, bist du nicht über die private Hundehaftpflicht versichert. Wenn du einer selbstständigen Tätigkeit rund um die Betreuung von Hunden nachgehst, solltest du eine betriebliche Haftpflichtversicherung abschließen. Das betrifft beispielsweise:

  • Dog Walker
  • Hundebetreuer
  • Hundepensionen
  • Hundetrainer

Zwingerhaftpflichtversicherung

Anders als es der Name vermuten lässt, handelt es sich bei der Zwingerhaftpflicht nicht um eine Versicherung für Hunde, die in einem Zwinger gehalten werden. Vielmehr weist der Begriff “Zwinger” in diesem Fall auf einen Versicherungsschutz bei Mehrhundehaltung hin. Neben den standardmäßigen Leistungen einer Hundehaftpflichtversicherung beinhaltet die Zwingerhaftpflichtversicherung generell auch Deckschäden, also Folgekosten eines ungeplanten Deckaktes gegen den Willen des Hundebesitzers oder beim Decken verursachte Verletzungen. Daher eignet sie sich besonders für Züchter.

Unser Tipp: Hältst du mindestens einen Listenhund der Kategorie 1 oder 2, beachte, dass diese von Versicherern abgelehnt werden können oder sie einen Risikozuschlag berechnen. Informiere dich daher im Vorfeld ausgiebig über den individuellen Leistungsumfang der einzelnen Anbieter.

Zahnversicherung für Hunde

Als Fleischfresser sind Hunde ihr Leben lang auf ein funktionierendes Gebiss angewiesen: Dein Vierbeiner braucht gesunde Zähne, damit er seine Nahrung kauen und zerkleinern kann. Um das dauerhaft zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Untersuchung beim Tierarzt ratsam. Viele Tierärzte kontrollieren die Zähne der Vierbeiner im Zuge der jährlichen Impfung. Notwendige Behandlungen, wie beispielsweise eine Zahnreinigung oder Zahnsteinentfernung, verursachen regelmäßig wiederkehrende Kosten. Eine Zahnversicherung deckt solche Behandlungen und akut auftretende Probleme vollständig oder anteilig ab.

Unser Tipp: Als Besitzer eines Hundes, der zu einer besonders zahnanfälligen Hunderasse zählt (wie beispielsweise Pekinesen oder Yorkshire-Terrier), überlege am besten frühzeitig, schon bei der Anschaffung des Welpe, eine Zahnversicherung abzuschließen oder die Zahngesundheit deiner Fellnase in einer Hundekrankenversicherung zu berücksichtigen.

OP-Versicherung für Hunde

Unfälle passieren schneller als gedacht und verursachen zumeist hohe Tierarztrechnungen. Einige Beispiele:

  • Vergiftung: Dein unerfahrener Welpe verschluckt einen Giftköder am Feldrand. Glücklicherweise konnte die Tierklinik mit einem medizinischen Eingriff sein Leben retten.

Kostenpunkt: Ab 1.000 Euro

  • Verletzung. Dein quirliger und verspielter Malinois vertritt sich beim Herumtollen auf der Wiese in einem Erdloch. Der Kreuzbandriss wurde operiert und dank der anschließenden Reha wird dein Liebling schon bald ohne weitere Beschwerden wieder unbedarft toben.

Kostenpunkt: Ab 1.500 Euro

  • Organschäden: Möglicherweise leidet dein Hund auch unter einer chronischen Mandelentzündung, weshalb dein Tierarzt zur Mandel-OP rät. Die Operationskosten übersteigen inkl. der notwendigen Nachbehandlung schnell 1.000 Euro.

Dies sind nur drei mögliche Szenarien, die in einem Hundeleben eintreten können. Eine OP-Versicherung für Hunde empfiehlt sich daher nicht nur für besonders anfällige Hunderassen und sehr aktive Hunde. Informiere dich über den gewünschten Leistungsumfang der verschiedenen Anbieter und ermittle genau, welche Bereiche du mit einer OP-Versicherung abdecken möchtest. Mögliche Leistungen und Vorteile sind zum Beispiel:

  • Tumorbehandlung
  • Unfallfolgen
  • stationäre Aufenthalte
  • Behandlung einer Magendrehung
  • Narkosemittel
  • freie Tierarzt-Wahl

Bedenke zudem, ob du eine volle Kostendeckung beantragen möchtest oder eine Teilerstattung für deine Bedürfnisse ausreicht.

Unser Tipp: Nicht nur Operationen können sehr hohe Kosten verursachen. Hältst du eine Hunderasse, die im höheren Alter möglicherweise genetisch bedingt erkranken könnte, wäre der Rundumschutz einer Krankenvollversicherung eine sinnvolle Alternative.

Hundekrankenversicherung

Diese Krankenversicherung für Hunde vereint nicht nur die Leistungen der OP-Versicherung und Zahnversicherung für Hunde, sondern deckt auch Kosten für Röntgenaufnahmen, EKG, Medikamente, Therapien und möglicherweise sogar Honorare für Heilpraktiker ab (sie wird daher auch Hundekrankenvollversicherung genannt). Auch ambulante Behandlungen wie Impfungen und Wurmkuren kannst du optional versichern, z. B. mit oder ohne Selbstbeteiligung. Dieser Versicherungsschutz ist vor allem empfehlenswert für Rassen, die einem höheren Risiko unterliegen, eine genetisch bedingte Krankheit zu bekommen, wie z. B. Hüftgelenksdysplasie (HD) oder Magenprobleme.

Was muss ich vor dem Abschluss einer Hundekrankenversicherung bedenken?

Möchtest du eine solche Tierversicherung abschließen, musst du ein paar Kriterien beachten:

  • Allgemeines: Der Tarif richtet sich in erster Linie nach der Rasse, der Größe und dem Gewicht deines Vierbeiners. Manche Versicherer erkundigen sich zudem nach den Haltungsbedingungen deines Hundes.
  • Vorerkrankungen: Dein Hund ist bestenfalls gesund, denn Versicherer lehnen Tiere mit Vorerkrankungen zumeist ab oder berechnen einen Risikozuschlag.
  • Alter: Es besteht ein begrenztes Annahmealter für den Versicherungsschutz einer Krankenvollversicherung. Das Mindestalter liegt grundsätzlich bei 8 Wochen. Bestenfalls versicherst du deinen Welpen jedoch frühestmöglich, da die Beiträge mit fortschreitendem Alter deines Hundes steigen.

Leistungen von Hundekrankenversicherungen und OP-Versicherungen

Liegt dir als Tierhalter die Gesundheit deiner Fellnase am Herzen, vergleiche und prüfe potenzielle Versicherer genau. Besonders große Unterschiede findest du z. B. bei den Wartezeiten bis zum Beginn des Versicherungsschutzes oder beim Annahmealter. Auf folgende Punkte solltest du daher achten:

  • Wartezeiten:

Nachdem du eine Versicherung abgeschlossen hast, greift der Schutz erst nach einer bestimmten Wartezeit. Durchschnittlich liegt diese bei 3 Monaten, davon ausgenommen sind grundsätzlich Behandlungen nach Verkehrsunfällen. Für einzelne Krankheitsbilder wie beispielsweise eine Hüftgelenksdysplasie veranlagen einige Versicherungen gesonderte Wartezeiten von bis zu 6 Monaten.

  • Jahreshöchstgrenzen und Erstattungssätze:

Jahreshöchstgrenzen sind die versicherten Beträge. Eine Begrenzung auf 1.000 Euro lohnt sich selten, da Tierarztkosten über diesen Satz schneller erreicht sind als du denkst. Einige Versicherungen bieten auch einen unbegrenzten Schutz, der dann jedoch möglicherweise nur zu 80 % erstattet wird. Erstattungssätze beziehen sich auf die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). An Wochenenden, Feiertagen sowie nachts berechnen Tierärzte meistens den 2- oder 3-fachen Satz dieser Gebührenordnung. Manche Tierversicherungen erstatten lediglich den normalen Satz, andere versichern bis zur 3-fachen Gebührenhöhe.

  • Vor- und Nachbehandlungen:

Eventuelle Vorbehandlungen und Nachbehandlungen einer Operation (z. B. stationäre Aufenthalte und Reha) kannst du bestenfalls unbegrenzt versichern lassen. Häufig bieten Versicherungen diese Leistungen jedoch begrenzt auf wenige Tage oder Wochen an.

  • Mindest- und Höchstannahmealter:

Das Mindestannahmealter liegt bei fast allen Versicherungen bei 8 Wochen. Hunde über sieben Jahre werden nur noch selten von Versicherern angenommen oder sie fordern ein tierärztliches Gutachten über den Gesundheitszustand deines Vierbeiners.

Unser Tipp: Versicherungen bieten häufig unterschiedliche Pakete an wie etwa ein Basispaket, Komfortpaket und Premiumpaket. Die Wartezeiten können innerhalb der Pakete variieren oder ganz entfallen. Auch die Leistungen einer Vor- oder Nachbehandlung sowie die Jahreshöchstgrenzen mit ihren Erstattungssätzen bieten die Versicherer variabel an. Es lohnt sich also, die einzelnen Pakete genauer zu durchleuchten.

Reiseversicherung für Tiere

Möchtest du mit deinem Vierbeiner ins Ausland reisen, greifen bei eventuellen Schäden oder Unfällen in der Regel die Hundehaftpflicht-, OP- und Hundekrankenversicherung. Prüfe jedoch vor Beginn deines Urlaubs genau, welche Leistungen für dein Reiseland abgedeckt werden und über welchen Zeitraum der Versicherungsschutz gilt.

Unser Tipp: Erkundige dich im Vorfeld, wie du deinen Hund im Reiseland halten solltest. Besonders wichtig sind hierbei die Leinenpflicht oder Maulkorbvorschriften: Kommt es zu einem Schadenfall, weil du nachweislich fahrlässig gehandelt und die geltenden Regelungen im Land missachtet hast, lehnt dein Versicherer die Kostenübernahme wahrscheinlich ab.

Reiserücktrittversicherung

Generell bezieht sich diese Tierversicherung auf reisende Einzelpersonen oder Familien. Reist du mit deinem Vierbeiner und musst deinen Urlaub wegen einer Erkrankung deiner Fellnase stornieren, greift die Reiserücktrittsversicherung nur, wenn du deinen Hund bereits bei Abschluss in den Buchungsunterlagen aufgeführt hast. Viele Versicherer fordern zudem eine Bestätigung an, wie zum Beispiel einen Bericht oder ein Attest des behandelnden Tierarztes. Diese möglichen Gründe für eine Stornierung sind in der Regel versichert:

  • ein neue und akute Erkrankung des Hundes
  • ein Unfall des Hundes
  • eine dringend erforderliche Operation des Hundes
  • auftretende Impfunverträglichkeiten (wenn beispielsweise eine bestimmte Impfung des Hundes zur Einreise erforderlich ist)


Unser Tipp: Informiere dich vor Abschluss der Reiserücktrittsversicherung ausführlich über alle Leistungen. So vermeidest du im Zweifelsfall unvorhersehbare Kosten für Fälle, die in der Versicherung nicht berücksichtigt wurden.

Welche Hundeversicherung ist nun die richtige?

Es gibt unzählige Versicherungsanbieter mit unterschiedlichen Leistungsangeboten. Welches am ehesten deinen Bedürfnissen entspricht, ist daher sehr individuell; eine pauschale Empfehlung können wir dir daher leider nicht aussprechen. Aber wir haben 5 Tipps für dich, um die passende Versicherung zu finden:

  1. Versicherungsbedarf: Mache dir vor Abschluss einer Versicherung für deine Fellnase ausreichend Gedanken, was du versichern möchtest. Bedenke dabei auch, was der Größe, Rasse und dem Gewicht deines Vierbeiners angemessen erscheint.
  2. Beiträge: Überlege zudem was du bereit bist, dafür zu bezahlen.
  3. Leistungen: Informiere dich gut über die abgedeckten Leistungen und Tarife. Bei einigen Versicherungen bekommst du möglicherweise “mehr” für dein Geld.
  4. Vergleichen: Vergleiche am besten mindestens vier Versicherungen, denn die Leistungen können sich gravierend unterscheiden.
  5. Ansprechpartner und Erreichbarkeit: Ist dir ein Ansprechpartner vor Ort wichtig und bist du bereit, dafür möglicherweise etwas höhere Beiträge in Kauf zu nehmen, erkundige dich über Niederlassungen diverser Versicherer in deinem Umkreis und lass’ dich bestenfalls persönlich beraten.

Schadenfall: So handelst du richtig

Unfälle passieren! Glücklicherweise hast du eine Versicherung für deinen Hund abgeschlossen. Damit der Schutz gewährleistet ist und die Versicherung für den entstandenen Schaden aufkommt, gibt es 8 wichtige Tipps zum Vorgehen im Schadenfall, von denen du bestenfalls nicht abweichst:

  1. Direkter Kontakt: Melde den Schaden bestenfalls direkt telefonisch oder online und kündige in diesem Zug auch eine schriftliche Stellungnahme und Protokollierung an.
  2. Meldung einreichen: Reiche die schriftliche Schadenmeldung maximal eine Woche nach dem Unfall bei deiner Versicherung ein.
  3. Verschwiegenheit: Erkenne einen möglichen Schadensersatzanspruch nicht vor der geschädigten Person an, da deine Versicherung den Schadenfall erst einmal ausgiebig prüft.
  4. Ehrlichkeit: Mache immer wahrheitsgemäße Angaben ohne die Fakten auszuschmücken.
  5. Skizzieren: Vor allem bei Verkehrsunfällen zeichnest du am besten eine Skizze, die den Unfallhergang wiedergibt.
  6. Fotografieren: Mache möglichst Fotos der gesamten Unfallstelle und der Beschädigungen im Detail.
  7. Veränderung: Achte darauf, beschädigte Stellen und Gegenstände nicht zu bewegen oder anderweitig zu verändern, da deine Versicherung eventuell einen Gutachter zu Rate ziehen möchte.
  8. Verwahrung: Lege eventuell bereits gezahlte Rechnungen und Quittungen geordnet ab um sicherzugehen, dass deine Ausgaben vollständig erstattet werden können.
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