Pfotenpflege

Pfotenpflege beim Hund: 6 effektive Tipps

Nicht nur bei starker Hitze oder eisiger Kälte: Pfotenpflege ist für deinen Hund wichtig, damit dein Hund sich nicht verletzt oder Schmerzen bekommt. Wir zeigen dir 6 effektive Maßnahmen zur Pfotenpflege, mit denen du die Pfotengesundheit deines Hundes erhältst und förderst.

Pfotenpflege: Das richtige Werkzeug

Hundepfoten pflegt man am besten mit dem passenden Werkzeug. Wenn dein Liebling die Pflege eher als lästig empfindet, bist du dankbar, wenn ihr die Pfotenpflege schnell hinter euch bringt. Damit es schnell erledigt ist, können wir dir folgende “Werkzeuge” empfehlen:

  • Fellschere: Abgerundete, stumpfe Enden vermeiden eventuelle Schnittverletzungen bei plötzlichen, unerwarteten Bewegungen deines Vierbeiners.
  • Kleine Fußwanne: Befülle einen Behälter wie beispielsweise eine Wäschewanne ca. 5 cm hoch mit lauwarmen Wasser. Darin kannst du die Pfoten deines Hundes wunderbar reinigen und einweichen.
  • Pfotenbalsam: Eine fetthaltige Pfotenpflege schützt vor Rissen und Austrocknung der Pfotenballen.

Pfotenschutz: So beugst du Verletzungen vor

Damit dein Liebling sich nicht verletzt, gibt es einige vorbeugende Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um die sensiblen Hundepfoten bestmöglich zu schützen:

  1. Fell trimmen: Besonders bei Hunden mit sehr langem Fell kommt es möglicherweise zu Verfilzungen zwischen den Zehen und Ballen, was deinem Vierbeiner Probleme beim Laufen verursachen kann. Zudem bietet langes und dichtes Fell an den Pfoten unter anderem Milben einen willkommenen Lebensraum. Im Sommer bleiben Fremdkörper wie Dornen, Splitter und kleine Steinchen leichter in Verfilzungen hängen; im Winter verursachen Rollsplitt, Streusalz und Schneeklumpen ein unangenehmes Gefühl an den Pfoten. Kürze daher regelmäßig das Fell um die Pfoten herum und zwischen Ballen und Zehen mit einer Fellschere.
  2. Ballen pflegen: Weiche und gepflegte Pfotenballen halten frostigen Böden und unebenen, steinigen Untergründen besser stand. Um Rissen an Ballen und Zehen vorzubeugen, kannst du die betreffenden Stellen täglich mit einem Pfotenbalsam einmassieren. Das hält die Haut nicht nur geschmeidig, sondern bildet einen fetthaltigen Schutzfilm, der zeitweise vor äußeren Einflüssen schützt.
  3. Pfotenschutz anziehen: Bei besonders empfindlichen Hundepfoten bieten Hundeschuhe bestmöglichen Schutz vor Hitze und Frost und verhindern, dass Fremdkörper in die Ballen oder Zehenzwischenräume eindringen.
Hundepfote Nahaufnahme

Pfotengesundheit: Richtig reinigen und pflegen

Die richtige Pfotenpflege ist ein Dauerthema. Daher nimm’ am besten einige Handgriffe ganz selbstverständlich in eure wiederkehrende Pflegeroutine mit auf:

  1. Pfoten kontrollieren: Untersuche nach dem Spielen, Herumtollen und ausgiebigen Spaziergängen an der frischen Luft die Pfoten deines Vierbeiners auf eventuelle Rückstände von Holz, Pflanzen oder Kieseln. Prüfe zudem, ob sich Zecken oder andere Plagegeister zwischen den Zehen festgebissen haben. Stellst du Fremdkörper fest, entferne sie vorsichtig mit deinen Fingerspitzen oder einer Pinzette.
  2. Zwischenräume reinigen: Reinige die Zehen, Ballen und Zehenzwischenräume mit lauwarmen Wasser. So löst sich auch hartnäckiger, möglicherweise nicht sichtbarer Schmutz wie beispielsweise Rückstände von Frostschutzmitteln, Pestiziden und Düngemitteln.
  3. Ballen einfetten: Um die Pfoten dauerhaft zu schützen, ist es hilfreich, die Ballen nach der Reinigung der Hundepfoten einzufetten. Dafür eignet sich besonders spezieller Pfotenbalsam für Hunde. Wer besonders großen Wert auf natürliche Inhaltsstoffe legt, kann als Pfotencreme auch sehr fetthaltige Hausmittel verwenden wie Hirschfett, Kokosöl, Vaseline und Melkfett. Bei Hunden mit Allergien sollten diese natürlichen Mittel wie Kokosöl vorsichtig getestet werden.

Unser Tipp: Nicht alle Fellnasen gehen freiwillig ins Wasser. Alternativ kannst du die Pfoten gründlich mit einem lauwarmen, feuchten Waschlappen abputzen. Möglicherweise kitzelt es deinen Hund, wenn du den Waschlappen zwischen den Zehen einsetzt oder Pfotenbalsam in seine Ballen einmassierst; er zappelt und versucht sich durch geschickte Windungen seiner Wellnessbehandlung zu entziehen. Beginne daher am besten frühzeitig mit der Gewöhnung an die Werkzeuge und dem Geduldstraining.


Mit etwas Geschick gelingen dir die Handgriffe schon bald routiniert. Wie du neben der Pfotenpflege auch die Hundekrallen in Form bringst, erfährst du in unserem Beitrag “Krallen schneiden beim Hund”.

Kommentare
Von: HeskHitte

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