Welpe stubenrein bekommen

So bekommst du deinen Welpen stubenrein

Mit dem Einzug eines kleinen Vierbeiners verändert sich nicht nur dein Alltag – auch dein Wohnraum muss an die Bedürfnisse und die Entwicklung des Hundes angepasst werden. Besonders Teppiche und kleine Läufer werden durch die noch untrainierte Blase und das in den ersten Lebenswochen nicht vollständig entwickelte Verdauungssystem deines Hundes in Mitleidenschaft gezogen. Teppiche solltest du daher bestenfalls die ersten Wochen in einem Schrank oder einem Abstellraum lagern und direkt nach dem Einzug deiner Fellnase mit dem Training zur Stubenreinheit beginnen. Der Schlüssel zur Stubenreinheit liegt in erster Linie in einer konsequenten und geduldigen Erziehung. Damit dir und deinem Liebling das Training stressfrei gelingt, haben wir 5 nützliche Tipps für dich:

1. Aufmerksamkeit

Dein Welpe zeigt durch Anzeichen wie z. B. unruhiges Verhalten, Winseln, aufgeregtes Schnüffeln und häufiges Drehen um die eigene Achse, dass er muss. Bevor dein Hund sich löst, sollte es dir gelingen, ihn aus der Wohnung zu tragen und vor die Haustür nach draußen zu bringen. Um rechtzeitig reagieren zu können, musst du deine quirlige Fellnase gut beobachten und immer aufmerksam sein. Auch nachts wird dein Welpe durch Winseln und ggf. Kratzen am Welpengitter oder der Tür darauf aufmerksam machen, dass er sein Geschäft erledigen muss.

Unser Tipp: Es bleibt dir nicht viel Zeit von den ersten Anzeichen bis zum Lösen von Kot oder Urin! Um Missgeschicke zu vermeiden, lege daher deine Schuhe, Jacke und einen Haustürschlüssel vor dem Schlafengehen bereit und gehe bei den ersten Anzeichen deines Welpen ohne Umwege raus zur gewünschten Stelle, an der er sein Geschäft erledigen kann.

2. Zeiten einhalten

Halte besonders in den ersten Monaten Tag und Nacht einen festgelegten Rhythmus und verlässliche Zeiten ein, an denen sich dein Hund orientieren kann. Nach einer kleinen Siesta deines Welpen, nachdem er sich über das köstliche Fressen in seinem Futternapf hergemacht hat oder auch nach ausgiebigem Toben und Spielen mit dir, wird er Urin oder Kot absetzen und sollte rechtzeitig nach draußen gebracht werden. Abends helfen dir feste Rituale, um deinen Welpen auf die bevorstehende Nacht vorzubereiten. Füttere deinen Hund immer etwa zur gleichen Zeit und gehe kurz vor der Nachtruhe, ebenfalls zu einer regelmäßigen Uhrzeit, ein letztes Mal Gassi. Anschließend bringe deinen Vierbeiner direkt zu seinem Schlafplatz – in dein Bett, sein Körbchen, die Welpenbox oder das Welpengitter.

Wie oft muss ein Welpe am Tag raus?

Der Rhythmus, wie oft dein Welpe am Tag oder nachts raus muss, liegt bei Welpen im Alter unter drei Monaten etwa bei 1,5-2 Stunden. Welpen zwischen drei und sechs Monaten müssen alle 3-4 Stunden einmal raus, um ihr Geschäft zu erledigen.

3. Anwesenheit

Bleib’ immer in der Nähe deines Welpen und begleite ihn bei seinen Entdeckungsreisen durch die Wohnung. Bleibe auch nachts für deinen Hund erreichbar. Muss er bei verschlossener Tür allein in der Küche oder dem Flur schlafen, wird er durch die Einsamkeit ängstlich. Angst bedeutet innerliche Unruhe für deinen Welpen, was seinen Schlaf stört und somit zu nervösem Verhalten und unkontrollierter Leerung der Blase und des Darms führen kann. Auch Durchfall ist durch Stress nicht ausgeschlossen. Bestrafe deinen Hund nicht im Falle eines Missgeschicks, sondern überlege, wie du die Situation künftig ändern und an seine Bedürfnisse anpassen kannst.

Unser Tipp: Natürlich machen die Abenteuer und neuen Eindrücke nicht nur deinen Welpen hungrig. Auch du solltest dir Zeit einräumen, Essen zu kochen und entspannt duschen oder baden zu gehen. Grenze während deiner Abwesenheit den Bewegungsradius deines Welpen am besten durch einen Welpenzaun oder eine Welpenbox ein.

4. Verbindlichkeit

Du kannst deinem kleinen Hund beim stubenrein werden auch helfen, indem du draußen eine feste Umgebung oder bestimmte Stelle zur Erledigung seines Geschäfts wählst – eine Art Stammplatz. Zudem wird ein von dir bestimmtes “Codewort” dazu beitragen, dass dein Welpe als Aufforderung versteht, sich zu lösen. Geeignet als Codewort sind zum Beispiel kurze Kommandos wie “Mach Pipi!” oder “Mach Geschäft!”.

5. Loben statt schimpfen

Passiert doch hin und wieder ein Missgeschick und dein Welpe uriniert ins Haus, ist dies nie eine mutwillige Verunreinigung oder ein Fehler deines Hundes. Rügen oder Bestrafen, z. B. in Form von Nase in die Pfütze halten, sind absolut tabu! Dein Schimpfen wird nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen – stattdessen wird dein Welpe lernen, sich künftig heimlich in versteckte Ecken und Winkel zurückziehen, um so deiner Strafe für sein natürliches Bedürfnis zu entgehen. Erwischst du deinen Liebling auf frischer Tat, heb ihn sofort hoch und trage ihn kommentarlos aus der Wohnung. Löst er sich draußen erneut, lobe ihn überschwänglich. Wische die Pfütze vom Boden im Haus anschließend auf, ohne deinen Welpen dabei zu beachten oder zu tadeln.

Unser Tipp: Falls du ein kleines oder großes Geschäfts entfernen musst, nutze am besten stark duftende Reiniger oder mit Wasser gemischten Essig. Das überdeckt den Geruch zuverlässig und verleitet den Welpen nicht, sein Geschäft erneut an dieser Stelle zu verrichten.

Wie lange braucht man, um seinen Welpen stubenrein zu bekommen?

Geduld heißt das Zauberwort. Welpen können ab einem Alter von vier Monaten, also ca. ab der 17. Lebenswoche, ihre Blase und Verdauung kontrollieren. Für die Dauer des Stubenreinheitstrainings ist daher entscheidend, wie gut es dir gelingt, deinen kleinen Schatz zwischen seiner 9. und 16. Lebenswoche aufmerksam zu beobachten und das Stubenreinheitstraining konsequent durchzuführen. Hast du bereits von Anfang an dafür gesorgt, dass deine Fellnase versteht, ihr Geschäft im Freien zu erledigen, wirst du in wenigen Wochen dein Ziel erreichen.

Was ist zu tun, wenn der Hund nicht stubenrein wird?

Wird dein Welpe auch nach mehreren Wochen oder mehr als vier Monaten nicht stubenrein, zeigt keine Anzeichen sich lösen zu müssen, sondern setzt auch nach längerem Training unkontrolliert Urin und Kot ab, lass dich davon nicht entmutigen und ziehe einen Tierarzt zu Rate, um physische oder psychische Ursachen zu erkennen oder ausschließen zu können. Physische Ursachen lassen sich meistens durch eine medikamentöse Behandlung sehr schnell beheben. Auch psychischen Ursachen kannst du mit fachlicher Hilfe schnell auf den Grund gehen und das Wohlbefinden deines Welpen steigern. So kann euer Training schon bald unkompliziert weitergehen.

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