Wo kann man eine Katze kaufen?

Du freust dich schon auf Kuscheleinheiten mit deinem verschmusten Stubentiger oder auf spannende Spieleinheiten mit deinen aufgeweckten Kätzchen, denn es steht fest: Du möchtest künftig mit mindestens einer Katze zusammenleben. Wir sagen dir, wo du passende Samtpfoten finden kannst und erklären dir, welche Vorteile Katzenzüchter mitbringen, warum Tierheimkatzen so besonders sind und was du beim Kauf eines Kätzchens von Privatleuten beachten solltest.

Züchter: Für Babykatzen bestimmter Rassen

Wenn du ein Katzenbaby aufziehen möchtest und bereits weißt, welche Eigenschaften und welches Aussehen deine Rassekatze aufweisen soll, fällt deine Wahl am besten auf einen Katzenzüchter. Dies sind 3 Vorteile einer Katze vom Züchter:

1. Aussehen:

Die Zuchtordnungen schreiben bestimmte optische Merkmale der einzelnen Rassen vor, z. B. die getupfte oder marmorierte Fellfarbe sowie die schwarze Schwanzspitze der Bengalkatze. Daher kannst du dich darauf verlassen, dass dein künftiges Kätzchen genau so aussieht, wie du es dir vorstellst.

2. Wesen:

Nicht nur das Aussehen, sondern auch das Wesen mit seinen bestimmten Charaktermerkmalen ist in der Zuchtordnung verankert. Gelten beispielsweise Britisch Kurzhaar eher als sanftmütig und ruhig, sind ihre orientalischen Artgenossen wie die Sphynx oder Birma mitunter sehr lebhaft und verspielt.

3. Nachweise:

Seriöse Züchter können eine Mitgliedschaft im Zuchtverein vorweisen. Auch vollständige Papiere inkl. Stammbaum sowie ein Impfpass des Kitten wird der Züchter dir immer bei Abgabe des Tieres mitgeben. In vielen Fällen existiert zudem ein tierärztliches Gutachten über den Gesundheitszustand des Katzenbabys.

Seriöse Züchter erkennen

Leider gibt es auch unter den Katzenzüchtern schwarze Schafe. Im Katzenzuchtverband und Zuchtvereinen hingegen kannst du seriöse Züchter ermitteln. Hier findest du einige wichtige Aspekte, die du beim Besuch eines Züchters prüfen könntest:

  • Erkundige dich nach beiden Eltern der Babykatzen, denn nicht nur das Muttertier spielt eine Rolle bei der artgerechten Zucht. Seriöse Katzenzüchter können dich auch ausführlich über den Vater der Kitten unterrichten.
  • Die Pflege und Hygiene des Wurfs zeigt den allgemeinen Gesundheitszustand. Seriöse Züchter achten auf das Wohl der Katzenbabys und der Mutter und vernachlässigen ihre Tiere nicht. Schaue dir daher alle Katzen genau an: Ist das Fell der Babykatzen stumpf, sind die Zitzen des Muttertieres entzündlich oder wirkt sie sogar abgemagert? Das sollte dich stutzig machen..
  • Seriöse Züchter entwurmen und impfen ihren gesamten Wurf in den ersten 8 Lebenswochen. Zudem geben sie jedem Kitten den dazugehörigen Impfpass mit und weisen den Käufer darauf hin, binnen 2–4 Wochen einen Termin zur Nachimpfung wahrzunehmen, sollte die Grundimmunisierung noch nicht abgeschlossen sein.
  • Efrage ruhig die Anzahl der Würfe pro Jahr. Damit Züchter allen Zuchtkatzen und Kitten gerecht werden können und das jeweilige Muttertier nicht überlastet wird, werden in der Regel nur zweimal jährlich Katzenbabys geboren.
  • Verantwortungsvolle Züchter sind Mitglieder in einem Zuchtverein und zudem häufig im Katzenzuchtverband gelistet. Auf diese Weise verpflichten sie sich, bestimmte Regeln zur artgerechten Zucht und zu Rassestandards einzuhalten.
  • Kitten werden frühestens mit 10 Lebenswochen abgegeben. Der Züchterverband schreibt sogar vor, dass die Katzenbabys erst nach der Sozialisierungsphase, also mit 12–14 Wochen von der Mutter getrennt werden dürfen.

Unser Tipp: Findest du den Hinweis “Rassekatzen ohne Papiere”, handelt es sich häufig um Verkaufsanzeigen von sogenannten “Vermehrern”, die Katzen zufällig verpaaren und Profit daraus schlagen möchten. Auch wenn es sich hierbei meist trotzdem um reinrassige Katzenbabys handelt, die in der Regel deutlich günstiger als Rassekatzen mit Papieren sind, schau lieber genau hin.

Tierheim: Adoption statt Katzenkauf

Die meisten Katzen im Tierheim besitzen bereits Lebenserfahrung und haben oftmals einen gefestigten Charakter. Somit können die Vermittler der Tierheime gezielt eine Katze heraussuchen, die zu deinen Bedürfnissen und deiner Lebenssituation bestmöglich passt.

Diese 6 Fakten sprechen für eine Katze aus dem Tierheim:

1. Alter:

Ob Kitten, Jungtier oder Seniorkatze – im Tierheim findest du Fellnasen fast aller Altersklassen.

2. Rasse:

In der Regel warten unterschiedliche Katzenrassen, wie beispielsweise die Britisch Kurzhaar (BKH) oder Maincoon, sowie Mischlinge auf ein neues Zuhause. Von der individuellen Farbe über die gewünschte Größe bis zur präferierten Rasse ist daher für jeden etwas dabei.

3. Herkunft:

Nicht immer handelt es sich um Fundtiere, deren Vergangenheit ungewiss ist. Viele Katzen werden aus Zeitmangel im Tierheim abgegeben, weil die Besitzer sich getrennt haben oder verstorben sind. Die Katzen sind somit meistens an Menschen gewöhnt, suchen ihre Nähe und sind verschmust.

4. Charakter:

Ein Irrglaube besagt, dass alle Katzen in Tierheimen “gebrochen” sind und ein trauriges, einsames Leben führen. In Wahrheit halten sich jedoch unterschiedliche Charaktere im Tierheim auf. So findest du dominante und stolze Diven, verschmuste Kuschelkatzen und aktive Jäger – auch, wenn es sicherlich auch ängstliche oder gar aggressive Tiere gibt, die sich lieber im Hintergrund aufhalten.

5. Gesundheit:

Tierheimkatzen werden regelmäßig entwurmt und geimpft. Die Tierpfleger und ehrenamtlichen Helfer bemühen sich um jedes Tier und ermöglichen den Katzen ein nahezu artgerechtes Leben. So wird eine Samtpfote nur in Ausnahmefällen allein gehalten. Grundsätzlich leben Katzen im Tierheim in sozialisierten Gruppen mit viel Klettermöglichkeiten und bekommen teilweise sogar Freigang. Das wirkt sich nicht nur positiv auf ihr seelisches Wohlbefinden aus, sondern hält die kleinen Tiger ganz nebenbei fit und aktiv.

6. Vorsorge:

Katzen vom Tierschutz und aus dem Tierheim werden immer kastriert oder mindestens sterilisiert vermittelt. Zudem sind sie bereits gechippt. Lediglich Jungtiere unter 6 Lebensmonaten werden in der Regel unkastriert abgegeben. In dem Fall wird dir jedoch auferlegt, sie zeitnah kastrieren zu lassen.


Unser Tipp: Einige Tierheime arbeiten mit Tierschutzorganisationen zusammen und vermitteln Katzen über eine Pflegestelle. Anders als im Tierheim lebt die Fellnase dann bei einem Menschen im Haus, wo sie sozialisiert und erzogen wird. Die Ehrenamtlichen der Pflegestellen kennen die Tiere sehr genau und können dir wertvolle Ratschläge zum artgerechten Futter und den Gewohnheiten des Tieres mit an die Hand geben.

Privatanbieter: Katzen aus privater Katzenhaltung

Auf unterschiedlichen Plattformen im Internet bieten Privatpersonen ihre Katzen zum Verkauf an: “Schmusekater sucht neue Katzenmama!” oder “Verspielte Kätzchen suchen ein Zuhause!” kannst du dort lesen. Da die Miezen oft mit viel Zubehör, jedoch für wenig Geld angeboten werden, erscheint der Online-Tiermarkt möglicherweise erst einmal verlockend. Wir empfehlen dir allerdings folgende Fragen in deine Überlegung, eine Katze von Privat zu kaufen, einzubeziehen:

1. Ist das Verkaufsangebot angemessen?

In den meisten Fällen fällt es den Katzenhaltern schwer, sich von ihrem geliebten Tier zu trennen. Verantwortungsbewusste Verkäufer bieten ihre Katzen daher zu realistischen Preisen an; oftmals mit viel Zubehör wie z. B. einem Kratzbaum, Katzenspielzeug, einer Katzentoilette und artgerechtem Katzenfutter. Wird eine Katze inklusive Zubehör für unter 100 Euro angeboten oder sogar verschenkt, nimm’ das Angebot lieber einmal genauer unter die Lupe und hinterfrage die Gründe für die Abgabe.

2. Warum wird die Katze verkauft?

Es gibt viele Gründe, weshalb ein Haustier den Besitzer wechseln muss: Möglicherweise haben die aktuellen Katzenhalter vor Anschaffung ihrer Samtpfote nicht bedacht, dass die Kinder oder ein anderes Mitglied der Familie möglicherweise an einer Tierhaarallergie leiden könnte. Auch ein dringend notwendiger Umzug in eine neue Wohnung, in der keine Tierhaltung erlaubt ist, oder sogar eine Trennung können zur Entscheidung führen, die Katze zu verkaufen. Möglicherweise haben die derzeitigen Katzenbesitzer auch zu wenig Zeit für das Tier oder zu wenig Kenntnisse über artgerechte Katzenhaltung, weshalb die Katze erste Verhaltensauffälligkeiten zeigt und die Menschen überfordert. Je nachdem, wie ausgeprägt die Auffälligkeiten sind, hättest du möglicherweise erst einmal viel Arbeit mit dem Tier vor dir – eventuell sogar verbunden mit hohen Kosten für Tierärzte oder Katzenpsychologen. Befrage die Verkäufer daher ausführlich und überlege, ob du bereit bist etwaige Konsequenzen zu tragen.

3. Wie lebt die Katze aktuell?

Möchtest du künftig einen Stubentiger oder darf der Vierbeiner auf Streifzug im Unterholz gehen? Bleibt dein baldiger Mitbewohner Einzelgänger oder bekommt er eine Partnerkatze zur Seite? Die derzeitige Haltungsform der Samtpfote sollte bestenfalls auch in Zukunft bei dir fortgeführt werden. Achte bei deiner Suche in den Verkaufsanzeigen daher auf Hinweise zur Haltungsform oder erfrage bei dem derzeitigen Katzenhalter, ob eine Alleinhaltung vorliegt und es sich um eine Wohnungskatze oder einen Freigänger handelt. Einige Katzen werden möglicherweise direkt als Pärchen verkauft. Nicht selten handelt es sich dabei sogar um Geschwister, die schon von klein auf zusammen sind und nicht getrennt werden sollten.

4. Warum werden mehrere Kitten oder Jungkatzen angeboten?

Privatverkäufer im Online-Tiermarkt sind nicht immer Familien oder Einzelpersonen, die ihr eigenes geliebtes Haustier abgeben. Du findest darunter auch Hobbyzüchter, die ihre Kätzin z. B. lediglich einmal haben decken lassen. Möglicherweise verbirgt sich hinter einer Anzeige jedoch ein unseriöser Vermehrer, weshalb es ratsam ist, das Umfeld der Katze und die Kitten genau anzuschauen. Auch Bauernhofkatzen vermehren sich oft unkontrolliert und werden daher regelmäßig angeboten. Ab und an findest du vermutlich auch den Begriff “Deckunfall” in einer Verkaufsanzeige: Hier wurde möglicherweise eine Freigängerkatze auf ihrem Streifzug durch die Nachbarschaft ungewollt gedeckt. Entscheidest du dich für so ein Katzenbaby von privat, bedenke: Wer seinen Freigänger nicht kastriert, hat vermutlich auch sonst wenig Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Kätzchen, gibt die Babykatzen möglicherweise zu früh ab und lässt nicht impfen, entwurmen und chippen. Parallel zum Kaufpreis könnten daher Zusatzkosten für dich anfallen.

Fazit: Du hast viele Optionen, um die passende Samtpfote zu finden. Hast du dich noch nicht für eine bestimmte Rasse und ein Alter deines künftigen Mitbewohners entschieden, halte dir am besten alle Möglichkeiten offen und erkundige dich bei Züchtern, in Tierheimen oder durchforste das Internet nach Privatanzeigen auf der Suche nach deinem künftigen Begleiter. Möglicherweise hast du auch bereits Erfahrungen mit dem Kauf einer Samtpfote?

Kommentare