Freigänger-Katzen: Das solltest du wissen

Freigänger-Katzen: Das solltest du wissen

Katzen, die sich draußen frei bewegen und tun können, wonach ihnen der Sinn steht, führen ein ausgefülltes Leben. Sie kommen ausgeglichen und zufrieden Zuhause an. Dort genießen sie die Behaglichkeit der »eigenen vier Wände«, die Ruhe und Sicherheit im kuscheligen Bett sowie die Streicheleinheiten ihres Zweibeiners. Satt gefuttert starten sie schon bald gestärkt ins nächste Abenteuer. Falls du einer Freigänger-Katze ein Zuhause bieten möchtest, findest du hier alles Wissenswerte rund um die vorrangig draußen lebenden Samtpfoten.

Freigänger-Katzen halten – was muss ich beachten?

Bei der Katzenhaltung bieten sich dir zwei Möglichkeiten: Deine Mieze wird ein Stubentiger und lebt vorrangig in deiner Wohnung oder du gewährst ihr selbstständigen Freigang. Sogenannte “Freigänger”, also Katzen die nach Herzenslust draußen herumstromern dürfen, können ihren Entdeckungsdrang ausleben, sind aber auch vermehrt Gefahren ausgesetzt im Vergleich zu ihren drinnen lebenden Artgenossen. Wir zeigen euch worauf ihr achten müsst, wenn ihr eine Freigänger-Katze halten wollt.

  • Nicht alle Katzen eignen sich für ein Leben als Freigänger: Chronisch kranke Tiere, Katzen mit Behinderungen oder Katzen mit Allergien solltest du lieber in der Wohnung halten, wo du entsprechend ihrer Bedürfnisse besser für sie sorgen kannst und sicherstellen kannst, dass sie gesund bleiben.
  • Lebenserwartung: Wie alt werden Freigänger-Katzen? Im Durchschnitt leben Freigänger-Katzen etwas kürzer als Wohnungskatzen, die durchschnittlich über 15 Jahre alt werden können.
  • Lebensraum: Nicht alle Umgebungen sind für die Haltung von Freigänger-Katzen gleichermaßen geeignet. Optimal ist eine Wohnung im Erdgeschoss oder ein Haus mit Zugang zum Garten. Wenn eine Katzenklappe installiert werden darf, kann die Katze sogar selbstständig ein- und ausgehen. Einen ruhigen und im Winter warmen Schlafplatz in der Wohnung oder im Haus wissen die meisten Freigänger sehr zu schätzen. Bei Mietwohnungen sollte vorher geklärt werden, ob seitens des Vermieters und der übrigen Mietparteien keine Einwände (beispielsweise Allergien) gegen eine freilaufende Katze vorliegen – zum Wohle einer guten Nachbarschaft und deiner Samtpfote. Gerade für Freigänger sind übrigens Umzüge besonders stressig, daher sind Freigänger-Katzen vor allem dann gut zu halten, wenn sie ihr Leben lang an einem Ort verbleiben dürfen.
  • Ernährung: Womit und wie oft sollte ich meinen Freigänger füttern? Da viele Freigänger-Katzen oft den ganzen Tag unterwegs sind, benötigen sie mehr Energie als ausschließlich in der Wohnung gehaltene Katzen. Das Katzenfutter sollte daher gesund, energie- und nährstoffreich sein, um deinen Vierbeiner mit ausreichend Energie und Nährstoffen für seine Streifzüge zu versorgen. Spezielles Zusatz- oder Mineralfutter bietet sich hier an. Du kannst die Katzennäpfe sowohl mit Trocken- als auch mit Nassfutter oder Selbstgekochtem füllen, auch Leckerlis wird er dir nicht abschlagen.

Wichtig ist außerdem, dass dein tierischer Mitbewohner genug trinkt: Es sollte daher stets ausreichend sauberes Trinkwasser bereitstehen. Zur Fütterung sind feste Zeiten ratsam, an denen dein Vierbeiner heimkehrt und in Ruhe fressen kann. Daneben wird er auch in der Natur hin und wieder eine Maus oder einen Vogel fangen und möglicherweise fressen. Daher kann kann es vorkommen, dass dir stolz eine Maus zu Füßen gelegt wird oder sich unverdauliche oder verschmähte Überbleibsel seiner Beute im Garten finden lassen.

  • Beschäftigung von Freigängern: Freigänger können draußen jagen, mit Artgenossen spielen, toben und neue Areale erkunden. Sie sind daher bei Weitem nicht auf so viel Beschäftigung durch ihre Besitzer angewiesen wie Wohnungskatzen. Wenn dir aber trotz der stundenlangen Abwesenheit deiner Samtpfote etwas an einer Bindung zum Tier liegt, solltest du regelmäßige Schmuse- und Streicheleinheiten einplanen. Das lässt sich optimal mit der Fellpflege verbinden: Beim sanften Bürsten wird dein Gartentiger zur Ruhe kommen und deine Aufmerksamkeit in vollen Zügen genießen.
  • Freigänger-Katze kaufen: Wer eine Freigänger-Katze kaufen möchte, kann beim regionalen Tierheim erfragen, ob dort derzeit Freigänger ein neues Zuhause suchen. Wer hingegen gezielt nach einer Rassekatze sucht, die er draußen halten kann, für den eignen sich Rassen wie beispielsweise Maine Coon oder Bengalkatzen.
  • Einmal Freigänger, immer Freigänger: Dir sollte bewusst sein, dass eine Freilaufkatze ein mögliches Ausgehverbot mit Stubenarrest nur schwer aushalten wird – sei es nur zeitweise zur Genesung oder während der Brut- und Nistzeit, in der Vögel im Garten ungestört ihre Junge großziehen. Muss sie temporär in der Wohnung gehalten werden, sorge für ausreichend Abwechslung. Noch schwieriger ist es, wenn die Katze plötzlich dauerhaft in der Wohnung gehalten werden muss, z. B. aufgrund eines Umzugs. Ist die Katze Wohnungshaltung nicht gewohnt, dann wirst du sie schwer umerziehen können, sie wird weiterhin ihren Freigang einfordern. Daher wäge sorgfältig ab, ob du deiner Mieze dauerhaft Freigang gewähren kannst.
  • Katze chippen: Dein Freigänger sollte unbedingt gechippt sein, in vielen Regionen ist dies gar Pflicht. Der Mikrochip ist sehr klein und wird unter der Haut angebracht. Anhand des Chips ist das Tier eindeutig zu identifizieren, was vor allem bei entlaufenen Katzen ein entscheidender Vorteil ist.

Welchen Gefahren sind Freigänger ausgesetzt?

Grundsätzlich lebt der “Freigänger” etwas gefährlicher als der reine “Stubentiger”, da er sich zu jeder Tages- und Nachtzeit im Straßenverkehr, auf Feldern und Wiesen bewegt. Das Leben als Freigänger birgt daher einige Risiken, die sich zum Teil jedoch reduzieren lassen.

  • Verkehr: Herrscht in der Umgebung viel Verkehr, solltest du keine Katze als Freigänger halten. Zu groß ist das Risiko, dass das Tier angefahren oder gar tödlich verletzt wird. Ab wann eine Straße weit genug weg liegt, lässt sich nicht so einfach beantworten: Je nach Bebauungsdichte, umgebender Landschaft und Antrieb der Katze sich umher zu bewegen (beispielsweise paarungsbereite Katzen und Kater auf der Suche nach einem Partner), sind Katzenreviere manchmal nur mehrere hundert Quadratmeter groß. In anderen Fällen legen die aktiven Vierbeiner aber auch mehrere Kilometer auf ihren Streifzügen zurück.
  • Parasiten: Hier sind Freigänger anfälliger als Stubentiger. Eingeschleppt werden die Quälgeister von draußen durch den Kontakt mit Artgenossen und anderen Tieren, beim Fressen oder einfach beim Herumstreifen, z. B. im hohen Gras, in dem Zecken lauern können. Doch gegen Parasiten wie etwa Flöhe, Milben, Zecken oder Würmer gibt es einige Maßnahmen zur Vorbeugung wie mehrmals jährlich durchzuführende Wurmkuren oder Antiparasitika, die ebenfalls vorbeugend verabreicht werden. Wer auf eine gute Hygiene achtet, Katzenbetten und Katzenhöhlen regelmäßig reinigt und das Fell ausreichend pflegt, erkennt einen Parasitenbefall rechtzeitig und reduziert das Risiko, dass sich Parasiten überhaupt erst einnisten können.
  • Krankheiten: Freigänger sind ebenfalls anfälliger für Krankheiten wie beispielsweise Katzenseuche, Katzenschnupfen oder Tollwut. Gegen viele Krankheiten sollte man seinen Liebling jedoch impfen lassen.
  • Artgenossen: Gerade dort, wo mehrere Katzen aufeinandertreffen, kann es zu Revierkämpfen kommen. Hier besteht ein Verletzungsrisiko.
  • Fütterung durch Dritte: Wenn die Katze frei umherstreifen darf, haben Katzenbesitzer natürlich wenig bis gar keine Kontrolle darüber, ob das Tier nicht woanders ebenfalls gefüttert wird – möglicherweise mit schlechtem oder unverträglichem Futter. Du solltest daher darauf achten, dass sich deine Samtpfote bei dir wohlfühlt und die regelmäßigen Mahlzeiten auch zuhause einnimmt.
  • Wildtiere: Marder und Füchse können Katzen gefährlich werden. Marder sind jedoch nachtaktiv. Eine hilfreiche Maßnahme ist es, wenn du deine Katze in der Dämmerung nicht mehr rauslässt und sie drinnen schläft.
  • Giftige Pflanzen: Giftige Pflanzen, die bei Katzen beispielsweise Erbrechen oder Durchfall verursachen können, sind etwa Efeu, Begonien oder auch Oleander – allesamt beliebte Gartenpflanzen, auf die du in deinem katzenfreundlichen Garten verzichten solltest. Gerade unerfahrene Kitten solltest du behutsam an Freigang gewöhnen und direkt unterbinden, dass sie an Pflanzen knabbern. Idealerweise pflanzt du Katzenminze an und stellst Katzengras bereit, dein vierbeiniger Liebling wird es dir danken.

Muss ich meine Freigänger-Katze kastrieren?

In einigen Kommunen, Landkreisen und Bundesländern gibt es bereits eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen, aber auch ohne eine solche solltest du dich als Tierfreund unbedingt für eine Kastration entscheiden. Nur so verhinderst du die unkontrollierte Vermehrung von Katzen. Denn Freigänger finden mit Leichtigkeit einen paarungsbereiten Partner. Handelt es sich dabei um eine Streuner-Katze, haben die Nachkommen häufig nur eine geringe Überlebenschance. Jeder Besitzer sollte sich dieser Verantwortung bewusst sein und seinen Freigänger zeugungsunfähig machen.

Weitere Vorteile einer Kastration

Auch der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e. V. in Deutschland spricht sich auf seiner Webseite deutlich für kastrierte Tiere aus und verweist auf weitere Vorteile, wie:

  • höhere Lebenserwartung
  • Katzen werden nicht mehr rollig
  • Aggressionen werden minimiert
  • die Tiere streunen weniger und bleiben in der Nähe
  • Risiken für Unfälle, Infektionen und Erkrankungen werden reduziert

Wie gewöhnt man eine Katze an Freigang?

Wenn dein neuer Mitbewohner bei dir einzieht, kannst du ihn stufenweise an sein neues Zuhause und den Freigang gewöhnen. Hier solltest du nichts überstürzen, damit sich dein Schützling sicher fühlt und sein neues Zuhause als solches anerkennt. Folgende Phasen solltest du einplanen:

  1. Gewöhnung an die Wohnung / das Haus: Zunächst muss sich deine Freilaufkatze an ihr neues Zuhause gewöhnen. Das ist die Basis, bevor nach einigen Wochen der erste Freigang stattfinden kann.
  2. Gewöhnung an den Garten: Fühlt sich deine Katze in ihrem neuen Heim sicher, kannst du den ersten Spaziergang an der frischen Luft wagen. Wichtige Voraussetzung hierfür ist, dass du einen katzensicheren Garten angelegt hast. Für die erste Schnupperstunde an der frischen Luft ist zudem ein Katzengeschirr ratsam. Du solltest ihr jedoch genug Freiheit bieten, dass sie sich nach eigenem Belieben in Ruhe umsehen und alles erkunden kann. Die Katzenklappe könnte deinem Vierbeiner anfangs nicht geheuer sein. Gehe auch hier behutsam vor und lasse ihm Zeit, sich daran zu gewöhnen.
  3. Eigene Streifzüge zulassen: Nachdem die ersten Aufenthalte draußen nur kurze Zeit andauerten und durch ein köstliches Mahl zuhause beendet wurden, kannst du deine Katze auf den ersten Streifzügen durchs Quartier begleiten. Geht ihr gemeinsam heim und belohnst du sie mit einem Leckerli oder bereitest ihr wieder eine ihrer Lieblingsspeisen zu, wird sie allmählich verstehen, dass sich die Rückkehr nachhause lohnt. Sobald sie mit ihrer neuen Umgebung vertraut ist, kann sie allein losziehen. Wundere dich nicht, wenn die ersten Streifzüge sehr ausgedehnt ausfallen oder dein Liebling mehrtägig unterwegs ist. Da sie ihr neues Revier erst einmal kennenlernen müssen und sich häufig verstecken, kann das Kennenlernen einige Zeit in Anspruch nehmen. Mach dich aber nach zwei bis drei Tagen ruhig auf die Suche, möglicherweise hat sie sich in einer Garage versteckt und wurde dort versehentlich eingesperrt.

Was brauche ich für meine Freigänger-Katze?

Damit sich dein neuer Schützling zuhause wohlfühlt, solltest du folgende Katzenausstattung anschaffen:

Übrigens: Damit du dir keine Sorgen machen musst, während deine Katze im Garten spielt und tobt, haben wir dir einige Tipps für einen katzensicheren Garten zusammengestellt.

Wie bleibt mein Freigänger gesund?

Damit dein aktiver Mitbewohner gesund bleibt und du dich nicht zu sorgen brauchst, solltest du folgende Vorkehrungen treffen und Maßnahmen ergreifen:

  • Impfungen: Du solltest deine Freigänger-Katze impfen lassen, damit sie vor schweren Krankheiten besser geschützt ist. Lass dich von deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt beraten, welche Impfungen nötig sind.
  • Regelmäßig entwurmen: Ein Muss für Freilaufkatzen sind regelmäßige Wurmkuren, mindestens viermal jährlich. Dabei wird beispielsweise eine Tablette dem Futter untergemischt oder eine Paste direkt verabreicht.
  • Schutz im Winter: Um deine Katze gut geschützt durch die kalte Jahreszeit zu begleiten, kannst du die Pfoten regelmäßig mit Balsam pflegen, damit sie nicht rissig werden. Auch extra energiereiches Futter ist eine gute Maßnahme, damit dein Tiger im Winter nicht frieren muss.
  • Fellpflege: Gerade bei freilaufenden Katzen ist regelmäßige und gründliche Fellpflege ein Muss. Dazu gehört das Bürsten ebenso wie die sorgfältige Kontrolle auf etwaige Parasiten oder Verletzungen unter dem Fell.

Wohnungskatzen Vorteile und Nachteile – unser Fazit

Du überlegst noch, ob Freigang die richtige Form der Katzenhaltung für dich ist? Wir haben dir noch einmal alle Vor- und Nachteile zusammengefasst:

Vorteile von Freigängern:

  • weniger Arbeit für dich als Katzenbesitzer, da die Katze viel unterwegs ist
  • ausgelastete Tiere, was die Gefahr beschädigter Einrichtungsgegenstände minimiert
  • viel Freiheit für die Tiere und sie können ihrem natürlichen Jagdinstinkt nachgehen
  • kaum Katzenhaare in der Wohnung
  • freilaufende Katzen leiden weniger häufig an Übergewicht

Nachteile von Freigänger-Katzen:

  • geringere Lebenserwartung als Wohnungskatzen, da sie mehr Gefahren ausgesetzt sind
  • anfälliger für Krankheiten, Parasitenbefall und Verletzungen
  • weniger Kontrolle über das, was die Katze tut, was sie frisst und wo sie sich aufhält
  • Katzenklappen können nicht überall ohne weiteres installiert werden, alternativ bieten sich isolierte Katzenhütten für draußen an
  • Katze könnte entlaufen

Ihr gehört auch zum “Team Freigänger”? Wie habt ihr eure Samtpfote an das Leben draußen gewöhnt? Was sind eure Erfahrungen mit eurem unabhängigen Liebling? Wir freuen uns auf eure Tipps in den Kommentaren!

Ihr gehört auch zum “Team Freigänger”? Wie habt ihr eure Samtpfote an das Leben draußen gewöhnt? Was sind eure Erfahrungen mit eurem unabhängigen Liebling? Wir freuen uns auf eure Tipps in den Kommentaren!

Kommentare
Von: Elisabeth Schütze

Wäre schön, wenigstens zu erwähnen, dass Freigängerkatzen eine Gefahr für Vögel, Amphibien und Reptilien sind und eine Gefahr für viele ohnehin bedrohte Arten sind. Der NABU Leipzig hat das hier schön zusammengefasst. https://www.nabu-leipzig.de/gruppen/arbeitskreis-ornithologie-und-vogelschutz/hauskatzen/

Von: Hunter

Liebe Elisabeth, vielen Dank für ihren Kommentar, den wir hier in etwas verkürzter Form veröffentlichen. Die Katzen sind natürlicherweise Raubtiere, das wird sich auch leider nicht vermeiden lassen. Aber dennoch brauchen sie auch einen artgerechten Platz zum Leben. Wir brauchen nicht näher darauf eingehen, was der Mensch in der Lebensmittelindustrie mit Tieren macht. Das sollten Sie doch auch bedenken. Viele Grüße Nicole vom Wir lieben HUNTER Magazin.

Von: Simone

Mein Nachbar hat einen jungen Kater ca. 5-6 Monate, der in der Garage in einer Hütte schlafen muss. Er wird nur ganz selten einmal ins Haus genommen. Dieses Tier ist von Anfang an in meinen Garten gekommen und hat bei mir Schutz gesucht. Es versucht, bei mir einzuziehen. Das möchte ich aber auch nicht, da mein Haus sehr offen ist und die Katze überall hinlaufen kann. Sie tut mir aber leid. Ich füttere sie mittlerweile, weil der Nachbar sie kurz hält und lasse sie jetzt bei dem kalten Wetter stundenweise am Abend ab ca. 18 Uhr rein. Sie kann sich bei mir dann in einem kuscheligen Körbchen oder auch auf dem Teppich aufwärmen bis ca. 23 Uhr. Dann wird sie unruhig, ich füttere sie noch einmal, gebe ihr zu trinken und muss sie dann leider rausschicken, da ich dann schlafen gehe und sie leider nicht über Nacht bei mir bleiben kann. Das tut mir sehr weh und ich hoffe, sie geht dann in Nachbars Garage und hat dort ein einigermaßen warmes Plätzchen. Ich habe den Nachbarn schon angesprochen auf die Situation, aber der Nachbar meint, dass die Katze in seiner Garage gut aufgehoben ist. Dass das Tier zu mir kommt, ist ihm egal. Wie kann man sich nur eine Katze anschaffen, um sie dann so zu halten. Ich finde das grausam und gemein.

Von: Hunter

Liebe Simone, verständlich, dass du dir Sorgen machst. Aber die Haltung in einer für die Katze zugänglichen Garage, mit geschütztem Platz ist generell gesehen nicht verkehrt. Gerade Freigänger genießen es, zu kommen und zu gehen, wann sie es möchten. Solange ausreichend Futter und frisches Wasser zur Verfügung steht, sollte dies kein Problem sein. Katzen bauen im Winter ein hervorragendes Winterfell auf und können auch bei Minusgraden draußen herumlaufen. Wichtig ist, dass ihr Fell nicht Nass wird. Während für die einen Katzen menschlicher Kontakt nicht so relevant ist, mögen andere Katzen jedoch sehr gerne die Nähe eines Menschen und suchen sich oft "ihren" Menschen aus. Die Katze deines Nachbarn scheint dich, auf Grund der Vorzüge, bereits ausgewählt zu haben. Wünscht du dies nicht, wird es schwer ihr das Reinkommen wieder abzugewöhnen. Du müsstest konsequent aufhören sie reinzulassen und sie zu Füttern. Wenn es jedoch für dich und deinen Nachbarn in Ordnung ist, würde sich die Katze bestimmt freuen, wenn die Situation zunächst so beibehalten wird und sie ihren Freigang sowie die gewünschte Aufmerksamkeit bekommt. Deine Nicole vom Wir lieben HUNTER Team

Von: Gudrun

Mir ist vor 5 Jahren eine schwer kranke Katze zugelaufen, hatte ein vereitertes Ekzem am Auge, 40 Grad Fieber, abgemagert usw. Ich habe sie zum tierarztgebracht und sie hat 5 Jahre als freigänger glücklich gelebt sie konnte durch die katzenklappe rein und raus wie und wann sie wollte. Ein treuer lieber Katee. Vor einigen Wochen hatte er Wasser in der lunge und eine herzinsuffienz. Tabletten hat er nur am Anfang genommen, später wenig gegessen, der Tierarzt hat gesagt, ich soll ihn auf gar keinen Fall einsperren heute mittag hab ich ihn tot im nachbarhrundstück gefunden und mache mir wahnsinnige Vorwürfe.

Von: Hunter

Liebe Gudrun, verständlich, dass du dir Vorwürfe machst, jedoch brauchst du das nicht. Dein Kater hatte doch noch ein wunderschönes und sorgenfreies Leben bei dir und du hast alles richtig gemacht. Hättest du ihn auf seine "letzten Tage" noch in der Wohnung eingesperrt, hättest du ihm kein Gefallen getan. Katzen, die es gewohnt sind draußen zu sein, möchten auch die Freiheit bis zur letzte Stunde genießen dürfen. Sein Versterben hättest du, auf Grund seiner Erkrankungen, nicht aufhalten können. Sei nicht traurig und bleib stark. Deine Nicole vom Wir lieben HUNTER Team

Von: Anita

Ich habe seit zwei Wochen eine Katze in unserem kleinen Garten, und werde sie nicht los.angeblich soll sie von unserem Nachbarn sein, der verstorben ist. Eigentlich hasse ich Katzen, aber sie ist so nervig,das ich ihr jetzt doch Futter gebe. Wie weit das gut und richtig ist,weiß ich nicht, aber ich habe Angst das sie krank ist.im Moment bin ich ziemlich ratlos. Ich habe absolut keine Erfahrung mit Katzen.

Von: Hunter

Hallo Anita, vielen Dank, dass du dich kümmerst. Bitte informiere den örtlichen Tierschutz über deinen Fall. Erfahrene Mitarbeiter helfen dir dort weiter und können dir Tipps geben, oder die Katze in Obhut nehmen, sollte der Besitzer nicht auffindbar sein. Bis dahin wäre es super, wenn du ihr weiterhin etwas Futter und Wasser zur Verfügung stellst. Deine Nicole vom Wir lieben HUNTER Team.

Von: Iris Ebner

meine nachbarn fanden eine junge freilaufende katze und keiner konnte sie aufnehmen. der herbst stand vor der türe und jeder machte sich sorgen was tun,wenn der winter da ist. da erinnerten sie sich an mich. ich hatte bis dato keinerlei erfahrung mit katzen. und was es bedeutet eine freigänger katze zu haben, wurde mir ein quälenden nächsten jahren bewusst. es war schwierig das zusammen raufen zwischen mir und meintem kater. wie gesagt ich wusste nichts über katzen, war zuvor eher ein hundeversteher. zuerst teilte man mir mit , das man diesen kater in der wohnung lassen könnte und es kein problem - im gegenteil - toll wäre ihn dauerhaft drinnen zu lassen. da er jung war, würde er sich schon daran gewöhnen. das gegenteil war der fall. am anfang noch neugierig und leicht quäkig, gewöhnte er sich zwar dran. oder besser gesagt, er gab auf - für den anfang. aber mit den tagen und wochen die vergingen, wurde er immer unleidlicher. dinge von denen er wusste das er diese nicht machen darf, und auch nicht mehr machte, - machte er zum trotzt und immer dann wenn ich hinkuckte. er zeriss mir mit absicht meine vorhänge - er rupfte solange an den bettlaken oder überwäsche oder kleidung bis ich hinrannte um ihn davon zu verscheuchen. er schmiss mir meine blumentöpfe runter - meinen bildschirm vom computer schmiss er um. wenn ich am essen kochen war, musste ich darauf achten, ja nciht den herd aus meiner reichweite zu lassen, damit ich notfalls einschreiten konnte. er neigte dazu meine brodelnden töpfe vom herd fegen zu wollen. wie gesagt - die liste ist noch viel länger, er legte es darauf an mich wütend zu machen. er wollte etwas und lies sich vieles einfallen, damit er es auch bekam. eines tages - möglicherweise mein unterbewusstsein , weil ich völlig mit den nerven am ende war - so nach ca. 4-6 wochen hatte er es geschafft, wollte ich einkaufen gehen und vergaß etwas in der wohnung, anstelle die wohnungstüre zu schließen, ließ ich sie offen als ich es holte. in dieser zeit schlüpfte er mir hindurch und rannte runter - und unten zu meinem leidwesen, war auch die haustüre offen. er war weg. 3 tage lang versuchte jeder mir meinen kater zurück zu bringen. er weigerte sich , bis er miauend vor dem haus stand und einige nachbarn bei mir klingelten, damit er rein konnte. seitdem ist er wieder bei mir,.... zuerst freude und akzeptanz das er wieder da war und er nun halt immer ein freigänger sein wird, dann frust über frust. nicht nur das die nachbarn ihn zu sich rein lassen und auch schlafen lassen - sie geben ihm zu fressen - was bedeutet da ich im 3 . stockwerk wohne und keine katzenklappe ich immer zum fenster renne und ausschau halten muss. die anspannung wann er wieder rein möchte - selbst keine geregelten schlafenszeiten mehr zu besitzen ist eine belastung. und dann das gegenteil - nachbarn die meinen kater vor der türe stehen sehen und denken das man zu jeder zeit auch wenn es mitten in der nacht ist, bei mir klingeln kann, weil ja der kater rein möchte. wenn nicht die rein-geh-zeiten mir den nerv raubten, waren es auch die rausgeh-zeiten, weil mein kater denkt er hält es nur im höchstfall für 3 stunden in der wohnung auf. egal ob ich schlafe oder termine außerhalb habe. wenn ich termine habe, konnte ich ihn nicht alleine in der wohnung lassen, rauswerfen war auch nicht möglich weil er sich weigerte. alleine in der wohnung war er eine gefahr für meine wohnung und für mich. er zog mir nägel aus der wand oder fensterhaken und begann sie zu fressen , um ein beispiel zu nenen, was ich mit gefahr meine. auch kann er den herd andrehen an den knöpfen. inzwischen ist er zwar ruhiger geworden, weil ich mit jedem nachbarn redete den ich erwischte. aber.. nun gibt es hier viele kinder die ihn gerne jagen, und seine lieblingsplätze in der nähe meiner wohnung , davon wurde er erfolgreich vertrieben in nebengebiete, in welchen andere katzen ihr revier haben. seit einem halben jahr kommt er mir mit offenen wunden heim - hinkt mit der linken hüfte (angebrochen laut arzt - aber schon verheilt - wohl durch hohem sturz). - da er vor offenen fenster angst hatte - aufeinmal - inzwischen beruhigte er sich wieder - nehme ich an man lockte ihn in irgendeine wohnung und als man merkte das er ein stresskater ist, schmiss man ihn aus dem fenster . nichts destotrotz liebe ich ihn, aber ich würde mir nie wieder einen freigänger zulegen. wenn ich vorher gewusst hätte was für einen stress es mit sich zieht hätte ich dankend abgelehnt ihn bei mir aufzunehmen. aber als mir bewusst wurde, was freigänger katze bedeutet, da war es schon um mich geschehen. ich liebe ihn und will ihn nicht mehr hergeben, geschweige denn mit anderen menschen teilen. das ist auch so ein punkt - es besteht ständig ein wettkampf wer gibt das bessere futter an ihn, damit er auch ja gerne nach hause kommt zum fressen und bei mir ausruhen, anstelle bei anderen. ganz ehrlich ich kann gerne auf diesen stress verzichten und ich bin manchesmal versucht nur noch billig futter zu kaufen, dann kann er entscheiden ob er zu mir kommt weil er mich liebt oder nur weger dem tollen essen. ich fühle mich leicht ausgebrannt irgendwie.

Von: Hunter

Liebe Iris, eure Situation liest sich für alle Beteiligten, inklusive der Katze, nicht befriedigend. Gerade wilde, freilaufende Katzen haben ihren eigenen Kopf und sind naturgemäß nicht gerne eingesperrt. Vielleicht hast du draußen eine Möglichkeit, eine Futterstelle und ein warmes Plätzchen für die Katze zu schaffen? Eine isolierte Box oder Hütte in die sie sich bei kaltem oder nassem Wetter verkriechen kann und ein überdachter Futterplatz reichen für freilebende Katzen oftmals aus. Ein Umzug in eine Erdgeschosswohnung oder in den ersten Stock mit der Möglichkeit über den Balkon Zugang zur Wohnung zu gewähren, wären natürlich auch möglich, allerdings auch sehr aufwendig. Katzen können 15 bis sogar 20 Jahre alt werden, daher überleg dir bitte genau, ob und wie du eure Situation ändern kannst, damit ihr zukünftig ein gutes Zusammenleben gestalten könnt. Deine Nicole vom Wir lieben HUNTER Team.

Von: Jennifer

Ich bin mit Freigängerkatzen groß geworden. Seit meinem 5. Lebensjahr bis zu meinem 40. Lebensjahr hatten wir immer Freigänger. Ich finde, dass dies das einzig artgerechte Leben ist, auch wenn man hin und wieder eine Katze "verliert". Freigänger kommen manchmal einfach nicht mehr nach Hause und in den seltensten Fällen erfährt man was passiert ist. Aber die Erfahrung zeigte, dass die kastrierten Katzen auch ein langes und erfülltes Leben als Freigänger leben können. Unsere letzten kastrierten Kater wurden 14 und 16 Jahre alt und waren bis zuletzt Freigänger. Schade finde ich nur, dass man Kitten nicht als Einzeltier bekommt. Wenn es ein Freigänger wird sollte es eigentlich kein Problem sein die Katze auch 2 Monate zur Eingewöhnung alleine zu halten. Bei erwachsenen Tieren macht man es ja auch. Ausnahmen würde ich tatsächlich nur bei Rassekatzen machen, da der Verlust doch auch finanziell schmerzt. Aber man kann dann ja zwei Katzen nehmen und ein Katzengehege oder gesicherten Freilauf im Garten oder auf dem Balkon anbieten. Das ist auf jedenfall noch artgerechter, als die reine Wohnungshaltung die ich komplett ablehne, da ich sie für tierquälerisch halte.

Von: Oda Heyse-Kurkowski

Katzen sind Lebewesen, und die sind auch nicht doof ich habe seit 35 Jahren Katzen, lebe an einer Bundesstraße, zwei Tiere sind angefahren worden, mein Barbie ist verstorben David hat überlebt. Ich liebe meine Katzen (ich habe drei) aber ich finde schon dass Katzen glücklicher sind wenn sie ihr eigenes Leben leben dürfen. Lieber kurz und glücklich als lange und gestresst. Der einzige Grund weswegen ich sie einsperre ist die Vogelbrut. Und meine Katzen sind total entspannt, zerkratzen Nix sind einfach total freundlich drauf, Die Wiesel Elstern Eichelhäher Mäuse, Ratten mache ich weg.🤮

Von: König

Mein Kater 15 Jahre Freigänger lässt sich vertreiben was kann das für eine Ursache haben ?

Von: Hunter

Hallo, dies kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Die anderen Katzen in der Nachbarschaft haben eventuell ein höheres Dominanzverhalten. Dein Kater geht dem Ärger lieber aus dem Weg und überlässt dann seinen Platz den anderen Katzen. Sofern dies kein Problem darstellt, brauchst du nicht handeln. Leidet dein Kater allerdings unter der Situation, solltest du schauen, ob du ihm nicht einen geschützten Bereich mit Hilfe eines Katzenzauns bieten kannst. Deine Nicole vom Wir lieben HUNTER-Team

Von: Karin Weiß

Schwierig. Katzen sind Nacht aktiv. Wenn man sie einmal rausläst hält sie nichts mehr. Und sie laufen wirklich mehrere Kilometer. Ich habe eine Heilige Birma. Sie ist bis heute immer wieder zurück gekommen. Ich lasse sie nur Nachts raus, da da die Gefahr am geringsten ist. Ich wohne in einem Neubaugebiet. Das heißt tagsüber sind hier viele LKW, Bagger usw. Ich habe sie schon öfter in einen der noch offen Rohbauten eingefangen. Aber der Mäuse-Fangdrang ist halt groß. Und sie schleppt viele an. Mit anderen Worten: Freigänger machen was sie wollen. Aber der Hunger lässt sie immer wieder kommen. Manchmal dauert es etwas, wenn ich sie morgens rufe. Und die Streicheleinheiten und Spiele sind wichtig. Und gutes Futter. Sie bekommt nur vom Feinsten. Wenn ich arbeiten muß lasse ich sie nicht raus.

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