Der Mops - ein kleiner Hund mit großer Persönlichkeit

Der Mops ist eine unglaublich beliebte Hunderasse. Es gibt unzählige Foren, Blogs und Feeds, die voll von Informationen, Bildern und Geschichten von den kulleräugigen, faltigen Geschöpfen sind. Und auch mich hat es in den Bann dieser einzigartigen Rasse gezogen. Wer auch einen Mops hat, der weiß, wovon ich rede. Der quirlige Vierbeiner hat einen unvergleichbaren Charme und einen einzigartigen Sinn für Humor. Hat man den kleinen Zwerg einmal in sein Herz geschlossen, möchte man ihn nicht mehr missen.

In diesem Artikel lernst du nicht nur mich und Pommes etwas näher kennen, du lernst auch einiges über die beliebte Hunderasse Mops, seinen Charakter, Verhalten, Erziehung und vieles mehr.

Unsere Geschichte

Bevor wir in die Welt des Mops eintauchen, möchte ich uns kurz vorstellen. Ich, Jesse und meine Mopsdame Pommes sind nun seit fast vier Jahren ein unzertrennliches Duo. Pommes kam mit circa 13 Wochen zu mir und hat meine Welt buchstäblich auf den Kopf gestellt. Sie war der erste Welpe, den ich großziehen durfte und ehrlich gesagt hatte ich trotz vorläufigem Informieren unterschätzt, wie viel Energie in so einem kleinen Körper stecken kann. Aber dazu später mehr.

Vielleicht interessiert es den ein oder anderen Lesenden, wie ich zu dem Namen “Pommes” kam. Es steckt keine besondere Geschichte hinter dem Namen, wie man vielleicht annehmen mag. Nun, zum einen liebt Pommes das Essen. Zum anderen ist das ein alberner Name für einen albernen Hund. That’s the story.

Leider erkrankte Pommes kurze Zeit nach der Adoption an einer Demodikose, ein Befall von sogenannten Demodexmilben. Es folgten zahlreiche Tierarztbesuche, unzählige Spritzen und die Verabreichung von Antibiotika über einen Zeitraum von einem Jahr. Trotz der schlimmen Umstände verlor Pommes nie ihre Lebensfreude und ihren Humor. Sie überstand die Krankheit gut und entwickelte sich zu einer aktiven, unglaublich neugierigen und gesunden Hündin.

Mops und Jesse

Als Studentin, Berufstätige und Bloggerin ist es nicht immer leicht, alles unter einen Hut zu bekommen. Doch Pommes und ich sind mittlerweile ein gut eingespieltes Team. Ich versuche meinen Alltag immer so auszurichten, dass sie nicht zu lange alleine bleiben muss. Denn wenn der Mops etwas nicht mag, dann ist es das Alleinebleiben. Zu meinem Glück habe ich ein super hilfsbereites Umfeld, auf das ich mich immer verlassen und wo ich den Hund sicher unterbringen kann.

Als ich mich dazu entschlossen habe, meinen Blog Happyhunde.de ins Leben zu rufen, hat Pommes einen maßgeblichen Teil zu dieser Entscheidung beigetragen. Sie hat mich dazu inspiriert, mich mit vielen verschiedenen Themen rund um den Hund auseinanderzusetzen. Warum dann nicht gleich darüber schreiben und meine Erfahrungswerte mit anderen teilen?

Der Mops: Charakter und Eigenschaften

Da ich aus eigener Erfahrung sprechen kann, kann ich viele Beschreibungen, die im Internet kursieren, bestätigen. Aber natürlich darf man nicht außer Acht lassen, dass jeder Hund individuell ist und seine persönlichen Eigenarten, Besonderheiten und Marotten entwickelt.

Der Mops ist zwar klein, aber dafür ziemlich forsch. Ein kleines bisschen Größenwahn steckt auch in ihm. Mit großem Selbstvertrauen tapst er durch die weite Welt, um diese zu erkunden. Er reagiert sehr sensibel auf Stimmungen, er ist sehr anhänglich und hat ein großes Bedürfnis nach Nähe und Körperkontakt. Alleinesein mag er überhaupt nicht, denn er will immer und überall dabei sein und mitmischen. Das Zuhause Alleinebleiben beibringen war ein großer Akt - Geduld und Durchhaltevermögen und zahlen sich jedoch aus. Sobald er sich fühlt, als würde er zurückgesetzt werden, zeigt er das ganz deutlich: Durch seine Mimik und Gestik, aber auch durch sein umfangreiches Repertoire an Hundelauten, wie Grunzen, Schnaufen oder Grummeln. So kommuniziert der kleine Racker mit seinen Menschen.

Der Mops gilt als sehr intelligent, kann aber auch ganz schön stur und eigenwillig sein. Deshalb ist eine gute Erziehung im Welpenalter auch dringend notwendig, damit der kleine Sturkopf von Anfang an Regeln kennenlernt. Mit einem Mops hast du immer etwas zu lachen: manchmal tut er wirklich dumme Dinge, die dir am schlechtesten Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Der Mops schnarcht, wenn er schläft… und glaub mir, das wirst du vermissen, wenn es mal eine Nacht nicht da ist.

Mops chillt auf wiese

Denkt man an den Mops, hat man meist nur das Bild eines kleinen, dicken Hundes mit großen hervorstehenden Augen im Kopf. Aber er wird oft unterschätzt, denn er ist sehr familienfreundlich und auf seine Menschen fixiert. Am Liebsten würde er alles mit Herrchen und / oder Frauchen teilen. Trotzdem sollten Grenzen gesetzt werden und auf eine gute Sozialisierung mit anderen Hunden geachtet werden. Der Mops kann sonst ängstlich und gestresst auf Artgenossen reagieren. Pommes beste Freundin ist übrigens ein schwarzer Schäferhund-Mix namens Luna - ein Bild für die Götter. Die beiden pflegen einen sehr liebevollen und harmonischen Umgang.

Jeder wünscht sich einen Freund, der einen zum Lachen bringt, der lebhaft und charmant ist und dazu auch noch intelligent ist. Da der Mops all diese Charaktereigenschaften mitbringt, ist er auch besonders beliebt. Außerdem ist er sehr senioren- und kinderfreundlich, was seine Beliebtheit natürlich steigert.

Die richtige Mops-Pflege

Neben Zuwendung und Aufmerksamkeit benötigt die kleine Fellnase eine anspruchsvolle Pflege. Das Fell des kleinen Vierbeiners sollte regelmäßig gebürstet werden, da der Mops dazu neigt sich zu haaren. Ich bürste Pommes einmal in der Woche und wenn Fellwechsel angesagt ist, sogar fast täglich.

Da der kleine Mops ein sehr faltiges Gesicht hat, bedarf es hier an besonders viel Pflege. Die Sauberhaltung der Hautfalten ist äußerst wichtig, diese sollten täglich gereinigt und ausgewischt werden, da sich sonst Pilze und Infektionen bilden können. Am besten gewöhnt man den Mops bereits im Welpenalter an diese Prozedur.

Da die Augen sehr weit vorstehen, neigt der Mops zu Bindehautentzündungen, weshalb diese regelmäßig gereinigt oder mit Augentropfen versorgt werden sollten. Auch sollte darauf geachtet werden, dass der Hund nicht zu fest am Nacken gepackt wird oder zu wild spielt und sich dabei die Augen verletzt. Denn das kann dazu führen, dass die Augen aus der Höhle herausfallen. Leider musste Pommes diese Erfahrung schon einmal machen. Glücklicherweise konnte ihr Auge rechtzeitig gerettet werden und sie hat keine bleibenden Schäden davongetragen.

Aktivitäten mit Mops

Immer wieder bekomme ich zu Ohren, der Mops sei faul, träge und lethargisch. In dieser Hinsicht wird er jedoch ziemlich unterschätzt. Denn selbst der schnorchelnde, kompakte Vierbeiner kann ziemlich aufdrehen und braucht seinen Auslauf. Ist der Mops fit und nicht übergewichtig, kann er auch größere Spaziergänge ohne Probleme ab. Ich merke sofort, wenn Pommes nicht ausreichend Bewegung bekommen hat. Ihre Laune wechselt dann schnell mal zwischen aufgedreht, nervös und zickig.

Natürlich sollte man die Rasse auch nicht überfordern. Sportliche Aktivitäten wie Joggen oder Radfahren würde ich zum Beispiel nicht für jeden Mops empfehlen, da sie ernsthafte Probleme mit ihrer Atmung und Kondition haben können und auch die Belastung der Gelenke durch ihren Körperbau zu hoch ist.

Der Mops und übrigens auch die Französischen Bulldogge sind keine geborenen Schwimmer. Die meisten Hunde dieser Rasse können aufgrund ihres Körperbaus nicht schwimmen. Einige Hunde können das aber noch lernen, wenn sie Lust darauf haben. Pommes konnte ich bisher leider noch nicht zum Schwimmen motivieren. Auch um Pfützen macht die kleine Diva immer einen riesigen Bogen. Nasse Pfoten? Nein, Danke.

Generell ist der Mops also eher kein Sportler, dafür aber ein großer Abenteurer. Er liebt neue Herausforderungen und tritt allen Gefahren mutig entgegen. Er liebt das Apportieren oder Intelligenz- und Lernspiele. Langweilig wird dir mit dem Mops also auf keinen Fall.

Die Erziehung vom Mops

Da das Wesen des Mopses von Natur aus freundlich und offen ist, lässt er sich relativ einfach zum Familienhund erziehen. Hierzu brauchst du, wie bei jedem Hund, viel Geduld, Ausdauer und Konsequenz. Er ist ein liebesbedürftiges Wesen, deshalb solltest du ihm für die ständige Wiederholung der Übungen ausreichend Lob und Zuneigung schenken. Zu Leckerlis sagt er natürlich auch nicht Nein.

Sollte der Mops mal nicht das tun, was du von ihm verlangst, wirkt Anschreien äußerst kontraproduktiv und der sensible Hund verliert das Vertrauen zu dir.

Achte darauf, dass du deinen kleinen Quatschkopf liebevoll aber bestimmt erziehst - Stress in der Erziehung bringt dir und deinem Hund nichts. Er lernt übrigens am Besten, wenn er viel Spaß dabei hat.

Die Welpen der Hunderasse haben generell eine kurze Aufmerksamkeitsspanne, wodurch sie durch zu langes Training schnell überfordert sein können. Ich hatte oft das Gefühl, dass es bei Pommes im Welpenalter nur zwei Zustände ihres Wesens gab: Toben oder Schlafen. Sie war wirklich unglaublich quirlig, aktiv und verspielt, sodass ich manchmal ein wenig überfordert mit dem Knirps war, ganz zu schweigen von den zahlreichen Häufchen, die sie überall in der Wohnung hinterließ. Aber da muss nun mal jeder Hundebesitzer durch. Heute kann Pommes zwar immer noch ziemlich aufdrehen, aber natürlich ist sie deutlich ruhiger und ausgeglichener. Sie liebt es immer noch, gefordert zu werden und neue Dinge zu lernen.

Wie eigenwillig und dickköpfig Pommes manchmal sein kann, zeigt sich häufig an regnerischen Tagen. Sie bleibt häufig wie ein sturer Esel auf dem Weg stehen und weigert sich weiterzulaufen. Bei Regen macht Gassigehen eben einfach keinen Spaß.

Ernährung

“Fre…”, ich habe das Wort noch nicht einmal ausgesprochen, da wird Pommes sofort hellhörig, senkt ihren Kopf zur Seite und starrt mich mit ihren Kulleraugen an. “Fresschen?” Sie springt auf wie von der Tarantel gestochen und rennt zu ihrem Futternapf. Wenn sie etwas liebt, dann ist es Fressen. Und davon nie genug. Um ihr Schlingen ein wenig unter Kontrolle zu bekommen, habe ich ihr einen Antischlingnapf besorgt. Ihre Begeisterung darüber äußert sie im trotzigen Draufschlagen und Herumschieben des Napfes.

Ich glaube, der Mops gilt allgemein als Allesfresser und sehr verfressen. Dabei sollte man unbedingt auf eine ausgewogene Ernährung achten, da er zu Übergewicht neigt. Das Idealgewicht liegt übrigens bei maximal 8 Kilogramm. Der Mops muss von Anfang an gut gefüttert und ausreichend bewegt werden. Gutes Futter beinhaltet einen gesunden Anteil Energie, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Zusätze im Hundefutter wie Reis, Mais, Getreide und andere Nebenprodukte sollten vermieden werden, da der Hund diese nicht verwerten kann. Du solltest immer hochwertiges Hundefutter ohne Zusätze von Zucker oder zu viel Fett für deinen Vierbeiner kaufen.

Auch zum Barfen ist der Mops gut geeignet, da er nicht nur ein Fleischliebhaber ist, sondern auch liebend gerne frisches Obst und Gemüse verputzt. Außerdem hast du ganz genau im Blick, was du an deinen Mops verfütterst. Du findest zahlreiche Barf-Rechner und Anleitungen im Internet.

Fazit: Wenn du auf der Suche nach einem treuen Wegbegleiter bist, mit dem dir nie langweilig wird, dann entscheide dich für einen Mops. Ich lege dir den Retro Mops ans Herz, der gesünder und agiler gezüchtet wird, als der herkömmliche Mops. Denn wie Loriot schon sagte: "Ein Leben ohne Mops ist möglich, jedoch sinnlos."

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